Werbung - Redaktion - Dienstag, 22. Mai 2012
08. Februar 2012
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Kino / TV

Scorsese setzt sich für Bewahrung der Filmgeschichte ein

Nicht nur im elffach Oscar-nominierten Kinderfilm „Hugo Cabret“ widmet sich Martin Scorsese der Filmgeschichte, auch außerhalb der Leinwand macht sich der US-Starregisseur für den Erhalt der klassischen Filmgeschichte stark.

„Wir müssen die Filmgeschichte auf Zelluloid bewahren, damit zukünftige Regisseure, Drehbuchautoren, Schauspieler davon leben können“, erklärte Scorsese dem „Zeit“-Magazin laut einer Vorabmeldung vom Mittwoch. „So wie ein Schriftsteller die Romane vergangener Epochen liest und ein junger Maler ins Museum geht.“

Der Filmemacher, auch seines Zeichens für die Filmgeschichte aktiv mit seiner World Cinema Foundation und als Ehrenpräsident des Österreichischen Filmmuseums, hat kürzlich Michael Powells Filmklassiker „Leben und Sterben des Colonel Blimp“ restaurieren lassen, der bei der Berlinale in einer Spezialvorführung zu sehen sein wird. Den Film habe er als Kind gesehen, als er Asthma hatte und nichts Anstrengendes machen konnte – außer ins Kino zu gehen. „Und als ich Michael Powells Werk entdeckte und ihn schließlich kennenlernen durfte, wurde mir die tiefe Notwendigkeit künstlerischer Kontinuität bewusst“, so Scorsese, „dieses Bewusstsein wurde immer stärker.“

Die Filmkunst befindet sich  „in einer Zeit des Experimentierens“

Nach seiner Ansicht befindet sich die Filmkunst „in einer Zeit des Experimentierens“. Heute sei alles möglich, „niemand weiß, wo es langgeht, und jüngere Regisseursgenerationen werden über den Weg des Kinos entscheiden. Das alte Kino des Zelluloids verschwindet, das bewegte Bild verändert sich grundlegend durch neue Techniken. Aber erzählt wird immer noch eine Handlung in bewegten Bildern. Und ich bin ganz sicher, dass eines immer bleiben wird: das tiefe, fast archaische Bedürfnis, mit einer Gruppe von Menschen gemeinsam in einem Raum eine Geschichte erzählt zu bekommen.“ 




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