“Es ist harte Arbeit für alle, und alle sind sehr professionell", sagte die Tänzerin und Choreografin Julie Stanzak (Tanztheater Wuppertal) mit Blick auf Mattia Peretto, einen vier der Darsteller von "Minotaurus", der ersten Aufführung in der Reihe "Kunst der Vielfalt", die am heutigen Montag in Bozen vorgestellt wurde.
"Kunst der Vielfalt" erlebt heuer die zweite Spielzeit. Unter der künstlerischen Leitung von Antonio Viganò (Teatro La Ribalta), in enger Zusammenarbeit mit der Lebenshilfe und mit Unterstützung der Stadt Bozen bringt die Reihe vom 13. Dezember bis 27. April acht Aufführungen zu unterschiedlichen Themen und in unterschiedlichen Sprachen an unterschiedliche Spielorte in Bozen.
Heute wurde die Reihe im Rahmen einer Pressekonferenz vorgestellt, zu welcher die Bozner Stadträtin für Kultur und aktives Zusammenleben, Patrizia Trincanato geladen hatte.
“Ich bin sehr stolz darauf, dass es uns gelungen ist, für diese Aufführungen große Künstlerinnen und Künstler zu gewinnen", so Trincanato. Es sei ihr durchaus bewusst, dass die Initiative mit knappen Mitteln auskommen müsse, umso mehr wisse sie die hohe Qualität des Angebots zu schätzen.
Trincanato dankte allen für die gute Zusammenarbeit. Mit dabei sind neben Lebenshilfe und Teatro La Ribalta die Stiftung Stadttheater, Theatraki, Filmclub, Cristallo Theater - Teatro Blu, Cortile- Theater im Hof sowie Cultura Socialis und AGB/CGIL.
"Es geht nicht darum, ein paar Benachteiligte auf die Bühne zu bringen", bringt es Antonio Viganò auf den Punkt. "Mir sind bei diesem Projekt mehrere Aspekte wichtig, die Zweisprachigkeit, die Netzwerkarbeit zwischen verschiedenen Einrichtungen, die Einbeziehung in das ganz normale Theaterleben und die Qualität natürlich".
Es gehe um viel mehr als um soziale Aspekte, es gehe um gesellschaftliche Fragen. Im Motto der Reihe sei bereits alles ausgedrückt: "Wie Kunst Vielfalt erzählt und Vielfalt Kunst macht", betont der künstlerische Leiter.
Deutsch und italienisch
Die Aufführungen sind abwechselnd deutsch und italienisch, bringen große italienische Theaterleute ebenso (Patrizia Valduga, Emma Dante, Marco Martinelli) wie deutsche (Petra Afonin mit Texten von Georg Paulmichl, Mezzanin Theatre) und Themen, die vom Anderssein in den unterschiedlichsten Kontexten handeln.
Nach einem ersten Abend mit Julie Stanzak als Protagonistin im Wenders-Film "Pina - Tanzt, tanzt sonst sind wir verloren" gibt es im Filmclub ab Jänner eine Reihe von Filmen zum Thema "Kunst der Vielfalt".
Zum Abschluss der Reihe gibt es beim Tanz Bozen 2012 dann noch eine ganz besondere Aufführung zu sehen.
Hier geht es zum vollständigen Programm.
| Tweet |
Neueste Meldungen
| Sport | Lorenzo feierte 40. GP-Sieg |
|---|
| Sport | Russland zum 26. Mal Eishocke... |
|---|
| Sport | EM-Gold für Cagnotto |
|---|
| Politik | Erdbeben und Anschlag – Monti... |
|---|
| Panorama | Kristen Stewart: Ein gutes He... |
|---|
| Politik | NATO-Gipfel: Fünf Verdächtige... |
|---|
| Politik | Afghanistan: Merkel pocht auf... |
|---|
| Chronik | Flugzeugabsturz in Bosnien-He... |
|---|
| Wirtschaft | UN-Organisation: Jugendarbeit... |
|---|
| Sport | Fußball: Torino schaffte Rück... |
|---|
| Sport | Tschechien holt bei Eishockey... |
|---|
| Sport | Rabottini gewinnt 15. Giro-Etappe |
|---|