Montag, 13. Februar 2012
31. August 2010
© 2010 Diamanda Galás © 2010 Diamanda Galás Nach New York, Moskau, Wien – Tokio: Tanz und Technologie sind die Zutaten von true / 本当のこと, des japanischen Choreografen Takayuki Fujimoto © 2010 Nach New York, Moskau, Wien – Tokio: Tanz und Technologie sind die Zutaten von true / 本当のこと, des japanischen Choreografen Takayuki Fujimoto © 2010 Diamanda Galás © 2010 Diamanda Galás Nach New York, Moskau, Wien – Tokio: Tanz und Technologie sind die Zutaten von true / 本当のこと, des japanischen Choreografen Takayuki Fujimoto © 2010 Nach New York, Moskau, Wien – Tokio: Tanz und Technologie sind die Zutaten von true / 本当のこと, des japanischen Choreografen Takayuki Fujimoto
Kultur

Transart beginnt: Ein Monat Musik, Tanz, Literatur und Kunst

Wie viele Facetten hat die zeitgenössische Kultur? Welche Stimmen, welche Noten, welche Themen bestimmen den Rhythmus von heute?

Transart betont anlässlich seines zehnjährigen Bestehens einmal mehr die Kraft zeitgenössischer Ausdrucksweisen: Vom 8. September bis zum 9. Oktober treten Musik, Tanz, Literatur und Kunst in einen starken Dialog – im Zeichen gegenwärtiger Kreativität, die in die Zukunft blickt.

Tokio, Wien, Moskau und natürlich New York: Transart öffnet ein Fenster zum Festival PERFORMA, eine innovative Veranstaltungsreihe im Zeichen der Performancekunst, die in der kreativen Kunstszene New Yorks entstanden ist.

New Yorker Kunstszene lädt ein

Bei Transart präsentiert Performa im Mart, Partner des Projektes, das Konzert für 16 futuristische Intonarumori (Geräuscherzeuger), nachgebaut vom italienischen Komponisten Luciano Chessa nach Plänen des futuristischen Malers Luigi Russolo.

16 Musiker werden unter der Leitung von Chessa Kompositionen von Mike Patton, Blixa Bargeld, Ellen Fullmann, Nick Hallett, Pablo Ortiz, Pauline Oliveros, Ulrich Krieger und von Luciano Chessa selbst, zur Aufführung bringen.

Um die Tradition der Intonarumori fortzusetzen, hat Transart den beiden Komponisten Margareth Kammerer und Teho Teardo Kompositionsaufträge erteilt. Die Stücke werden beim Performance-Konzert in Rovereto uraufgeführt (30.09.).

Eine cena futurista, ein futuristisches Abendessen also, beschließt den Abend in der Casa Depero, wo einst futuristische Happenings stattfanden.

Mit den vom Künstlerkollektiv „The Prompt“ angebotenen Projekten zwischen Musik, Theater, Tanz und Performance (28. & 29.09) schließt sich das Performa Fenster wieder.

Patti Smith bei Transart

Die Underground Szene in Manhattan war Mitte der Siebziger Jahre der Geburtsort der Rock- und Punkikone schlechthin: Patti Smith begann hier Musikgeschichte zu schreiben.

In Begleitung ihrer italienischen Band Casa del Vento, präsentiert sie dem Transart Publikum eine Mischung aus alten Hits und neuen musikalischen Projekten (14.09).

Russland ganz nah erleben

Von New York nach Moskau: der geniale Komponist Sergej Newski eröffnet einen Reigen im Zeichen zeitgenössischer Musik aus Russland mit der Italienischen Erstaufführung von Franziskus, einer Kammeroper, die dem Hl. Franziskus gewidmet ist.

Aufgeführt von Windkraft unter der Leitung von Johannes Kalitzke (10.09.).

RE-CONSTRUCTION lautet der Titel des Konzertes des Moscow Contemporary Music Ensemble unter der Leitung von Feder Lednov, bei dem unter anderem vier Uraufführungen neuer Arrangements von Werken von Deshov, Mossolov, Sysoev und Prokofjew (17.09.) aufgeführt werden.

Der rote Faden russischer Kultur zieht sich weiter zu einer sehr besonderen Begegnung mit dem Schriftsteller Vladimir Sorokin, bekannt geworden durch seinen Roman Die Schlange und Preisträger zahlreicher literarischer Preise, liest er aus seinem neuen Roman Sugar Kremlin.

Auf die Lesung folgt die Aufführung des Stummfilms AELITA mit der Uraufführung der Neuvertonung von Dmitri Kourliandski mit dem „Ensemble 2e2m“ (23.09.).

Unter der Leitung von Kasper de Roo bringt Windkraft – Kapelle für Neue Musik die monumentale 4. Sinfonie von Alfred Schnittke und im Kontrapunkt dazu die Stille der Komposition Schöpfung hört man nicht von Eduard Demetz zur Aufführung (20.09.)

Symposion: Herbert Hintner kocht, Klangforum Wien musiziert

Musik, die zur Trunkenheit der Sinne führt: auf Grund der großen Nachfrage lädt Transart zum dritten Symposion, einer raffinierten Mischung aus Wein und Musik mit dem Klangforum Wien, einem der wichtigsten europäischen Formationen im Bereich zeitgenössischer Musik (02.10.), bei dem der Südtiroler Sternekoch Herbert Hintner den Gaumen verwöhnt.

Die Improvisationskünste der amerikanischen Harfenistin Zeena Parkins im Dialog mit Hackbrett, Gitarre und Kontrabass stehen im Mittelpunkt der Italienischen Erstaufführung von Quadrat:sch Extended feat. Zeena Parkins (22.09.).

Manuela Kerer & Hannes Kerschbaumer live in concert

Eine Komposition für 10 Zahnbürsten? Wenn die glasklare Stimme der Norwegerin Maja Ratkje den melodischen Faden aufnimmt, erhält die Erfindung der Südtiroler Komponistin Manuela Kerer eine neue und außergewöhnliche Klangkraft (07.10.)

Eine Komposition für 12 Pauken? Wenn der Südtiroler Komponist Hannes Kerschbaumer, das Festival mit dem Paukenwirbel von conTakt percussion group eröffnet und das ex-Alumix-Gebäude zur Klangkathedrale verwandelt (08.&09.09.).

Nach New York, Moskau, Wien – Tokio: Tanz und Technologie sind die Zutaten von true / 本当のこと, des japanischen Choreografen Takayuki Fujimoto (08.&09.09.), mit dem die 10. Ausgabe von Transart eröffnet wird.

Weil nichts, was der Mensch geschaffen hat für ewig ist, verschwimmen langsam auch die Grenzen zwischen den Tänzern und dem Raum bis sich alles in Auflösung befindet.

Tanz kann jedoch auch Rückbesinnung auf die Wurzeln bedeuten: diese Hoffnung kommt in BLESSED zum Ausdruck, einer mitreißenden Performance der amerikanischen Choreografin Meg Stuart.

Gerade die einfachen, alltäglichen Elemente wie Regen, Karton oder der menschliche Körper schlagen eine Bresche in unsere Realität bestehend aus Oberflächlichkeit (24.&25.09.)

Clubbing mit internationalen DJs

Transart ist aber auch Clubbing mit internationalen Djs wie Koudlam aus Frankreich, Djane Nadipebi und Fritz Orlowski aus Italien und Extrawelt und T.Raumschmiere aus Deutschland (11.09.).

Zu den berühmtesten Multimedia-Künstlern Italiens zählt Claudio Sinatti, der sein Live Video Ensemble bei Transart vorstellen wird: eine audiovisuelle Performance, bei der es den Anschein hat, als würden die Bilder die Töne generieren, dazu die hypnotische Musik des Mailänder Musikers Giuseppe Ielasi.

Mit elektronischen Klängen des DJ-Kollektivs WUP WUP und in Zusammenarbeit mit dem Magazin Franz klingt der Abend musikalisch aus (18.09.).

Poetry Slam & Diamanda Galás weist Weg in die Zukunft

Zwischen Literatur, Performance und Musik ist das Finale des Österreichischen Poetry Slam anzusiedeln (08.&09.10.), bei dem 24 Sprachjongleure zeigen, dass es nicht um Landesgrenzen und nicht um Sprachräume geht.

Mit dem obskuren Stern am Pantheon der großen Frauenstimmen, Diamanda Galás, endet die zehnte Ausgabe von Transart: tief und mit einer weit umfassenden Stimme weist uns ihre musikalische Sprache den Weg in die Zukunft (09.10.).

KARTENVORVERKAUF
vom 16. August bis zum 09. Oktober: bei Disco New in der Bozner Spitalgasse.

Das genaue Programm, die Aufführungsorte und Eintrittspreise finden Sie hier.




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