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Artikel vom 06. März 2013

Bewusstsein für technische Kulturgüter entwickeln

Einen Überblick über die Arbeit in Planung und bereits abgeschlossene Projekte gab das Kuratorium für technische Kulturgüter am Mittwoch in Bozen.

bruecke lana

Durch Projekte in Synergie mit bereits laufenden Initiativen, will das Kuratorium für technische Kulturgüter das Bewusstsein der Bürger für technische Kulturgüter vertiefen und weiter entwickeln. So soll ein neuer Umgang mit diesen Ressourcen, die gewissermaßen die kulturellen Wurzeln Südtirols darstellen, entstehen.

Tätigkeit Kuratorium 2013

AUSSTELLUNG BAHNHOF BOZEN

Einweihung 20.März 2013. Im Foyer des Aufnahmegebäudes wird in einer Zusammenschau die Geschichte des Bozner Bahnhofs von der Stunde Null an dokumentiert. Mit Blick in die Zukunft wird auch der geplante Umbau des Bahnhofsareals gezeigt. 

FILMREIHE  DREHMOMENTE

Mit Kurzfilm-Dokumentationen (TV- Serie Drehmomente im Rai Sender Bozen) werden Orte der Technikkultur filmisch festgehalten und einem breiten Publikum nahe gebracht.  Die bewährte Zusammenarbeit mit dem RAI Sender Bozen/Rai 3 und dem Landesamt für AV-Medien sowie Centro Trevi wird weitergeführt. Sämtliche Filme werden der italienischen und deutschen  Landesfilmstelle zur Verfügung gestellt, um von Schulen oder Interessierten für den Unterricht oder andere Darbietungen genutzt zu werden. Neue Themen sind unter anderem Filmtechnik in Südtirol „Als die Buchstaben laufen lernten“,  Rettungssysteme am Berg,  Zwischen Bier und Wein, 50 Jahre Brennerautobahn, von der Venezianersäge zur Hydrolyse.

PARTEZIPATIVE ORTSBILDGESTALTUNG KLAUSEN

Mit der Bevölkerung von Klausen in Zusammenarbeit mit der Gemeinde soll das Ortsbild, insbesondere entlang der BHFs Meile gestaltet werden. Unter Mitwirkung einer international besetzten Expertengruppe unter der Leitung von Arch. Christian Schaller, Köln, sollen neue Ansätze mit Identifikationscharakter erarbeitet werden. Projekt mit Gemeinde Klausen

DREI-D- PANORAMA VISIONEUM

Die respektvolle und sanfte Begegnung mit dem hochsensiblen Lebensraum der Seiser Alm soll thematisiert werden. Auf den rudimentären Fundamenten der abgebrannten Christomannos Schutzhütte, soll unterirdisch mittels einer dreidimensionalen Multivision der Hochgebirgstourismus interaktiv vermittelt werden.

LITFASSSÄULE  MARLING

Ein Infopoint soll über die Anfänge der Stromproduktion aus Wasserkraft mittels origineller Darbietung Aufschluss geben und die Nutzer der Strompromenade „Oscar von Miller“ in Marling begleiten. Im Abstand von jeweils 300 bis 400 m verweisen  historische Objekte auf das elektrische Alpenglühen.  Der Parcours ist derzeit im Bau. Projekt mit Gemeinde Marling, Etschwerke, Land Südtirol

BRÜCKE LANA BURGSTALL   WEIDENSCHAUPLATZ

Am Etschufer im Einzugsbereich des Bahnhofs Lana Burgstall , am Weidenschauplatz, der Freilichtausstellung über die Flussregulierung soll die restaurierte Etschbrücke mit einem innovativen Lichtkonzept  (Led) auch des nachts sichtbar gemacht werden.

DOKUSTELLE FÜR INGENIERBAUTEN

In Weiterführung der bereits erbrachten Recherchen sollen die hervorragenden Errungenschaften im Bereich der Ingenieurbaukunst ins öffentlichen Bewusstsein gerückt werden.  Mit der Einrichtung eines Dokumentationszentrums sollen Planer, Erbauer und Bauherrn der wichtigsten, landschaftsprägenden Ingenieurbauten erfasst, erforscht und dokumentiert werden. Mittels gezielter Information sollen Zusammenhänge sichtbar gemacht und attraktiv  mit neuen medialen Formen vermittelt werden. Für Ingenieurbauten soll eine neue Öffentlichkeit geschaffen werden.

WANDERAUSSTELLUNG JOSEF RIEHL

Nach dem Erfolg der Ausstellung über den Tiroler Eisenbahnpionier Josef Riehl in Innsbruck und Bozen wird die  Wanderausstellung dort Halt machen, wo der Bozner Ingenieur Spuren hinterlassen hat: in Kaltern bis 17. März, in Klausen (22.März), Sand in Taufers, Niederdorf und im Fleimstal. Gezeigt wird erstmals aus gesamttiroler Sicht das Werk des in Vergessenheit geratenen Pioniers.

MACHBARKEITSSTUDIE TAUFERER BAHN

Eines der Vorzeigeprojekte von Josef Riehl war die 1908 eröffnete und 1970 aufgelassene Taufererbahn. Angesichts des neuen Mobilitätsbedarfs und mit Blick auf die Tourismuswirtschaft und das verstärkte Umweltbewusstsein wird anhand einer Machbarkeitsstudie in Zusammenarbeit mit dem international renommierten Verkehrsexperten Heiner Monheim (Uni Trier, Berater des deutschen Transportministeriums) eine Reaktivierung der Bahnlinie Bruneck-Sand in Taufers geprüft.

HAMMERSCHMIEDE ULTEN

Südtirols einzige wasserbetriebene Schmiede mit Originalbestandteilen von 1870 soll nach einem attraktiven Nutzungskonzept im Ultental aufgebaut werden. Sichtbar gemacht werden sollen alte tradierte Arbeitstechniken, die ansonsten in Vergessenheit geraten. Der Ort soll als Schauschmiede insbesondere an Wochenenden funktionieren.