Die fünf Finalisten der zweiten Ausgabe des Franz-Tumler-Literaturpreises stehen fest: Es sind Lea Gottheil, Katrin Seglitz, Esther Kinsky, Lorenz Langenegger und Jan Christophersen.
Die Finalisten wurden von der international besetzten Jury - Emma Braslavsky (Autorin, Berlin), Sepp Mall (Autor, Meran), Andreas Neeser (Autor und Literaturvermittler, Aarau), Klemens Renoldner (Dramaturg und Literaturkritiker, Berlin/Wien) und Daniela Strigl (Literaturkritikerin, Wien) - nominiert.
Klemens Renoldner entschied sich für den Roman „Sommervogel“ von Lea Gottheil (Arche), Sepp Mall für „Der Bienenkönig“ von Katrin Seglitz (weissbooks), Daniela Strigl wählte „Sommerfrische“ von Esther Kinsky (Matthes & Seitz), Andreas Neeser „Hier im Regen“ von Lorenz Langenegger (Jung und Jung), Emma Braslavsky optierte für „Schneetage“ von Jan Christophersen (marebuch).
Endausscheidung im September
Laut dem Reglement des Preises schlagen die Juroren im Frühsommer jeweils einen Debütroman für das Finale in Laas vor. Teilnahmeberechtigt sind auf Deutsch schreibende Autoren, die vom 1. Jänner bis zum 31. Mai 2009 einen Erstlingsroman veröffentlicht haben.
Der von der Südtiroler Landesregierung gestiftete Franz-Tumler-Literaturpreis 2009 ist mit 8.000 Euro dotiert und mit einem Schreibaufenthalt im Rahmen der Literaturtage Laas 2010 gekoppelt. Die Endausscheidung findet am 19. September im Josefshaus in Laas statt.
Eröffnet wird der Franz-Tumler-Literaturpreis 2009 am 18. September. Am 19. September lesen die Autorinnen und Autoren von 9.30 bis 12.30 Uhr und von 14 bis 16 Uhr im Josefshaus in Laas jeweils etwa 30 Minuten aus ihren Werken. Darauf folgen Statements und Diskussionsbeiträge der Jurymitglieder.
Die Preisverleihung findet ebenfalls am 19. September um 20 Uhr in der St. Markus Kirche in Laas statt. Alle Veranstaltungen des Franz-Tumler-Literaturpreises 2009 sind öffentlich zugänglich.
Emma Braslavsky war erste Preisträgerin
Den ersten Franz-Tumler-Literaturpreis erhielt im September 2007 die deutsche Autorin Emma Braslavsky. In ihrem Roman „Aus dem Sinn“ habe die Schriftstellerin „einen historischen Stoff in außergewöhnlicher Weise bearbeitet“, schrieb die Jury damals in ihrer Begründung.
Emma Braslavsky gehe dabei „ein hohes erzählerisches Risiko ein, der intelligente Aufbau und die zupackende Erzählweise machen aus diesem, zwischen Komik und Tragik changierenden Text, ein Buch, das ein weitgehend unbekanntes Kapitel aus der europäischen Geschichte auf sehr phantasievolle Weise thematisiert“.
Leben und Werk Franz Tumlers (1912 – 1998) sind eng verbunden mit seiner Heimat, dem Vinschgau und der Gemeinde Laas. Deshalb hat Laas den Menschen und Schriftsteller Franz Tumler in den vergangenen Jahren immer wieder gewürdigt. Ausgerichtet wird der Franz-Tumler-Literaturpreis 2009 von der Gemeinde Laas, dem Bildungsausschuss Laas, dem Kreis Südtiroler Autorinnen und Autoren im Südtiroler Künstlerbund, dem Verein der Vinschger Bibliotheken und dem Verein der Bücherwürmer/Literatur Lana.
Informationen: Klaus Hartig (hartig@alice.it; 0039 333 3887827)
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