Donnerstag, 02. September 2010
20. September 2009
Lorenz Langenegger © 2009 STOL Lorenz Langenegger
Literatur

Lorenz Langenegger mit 2. Franz-Tumler-Literaturpreis ausgezeichnet

Der aus der Schweiz stammende Autor Lorenz Langenegger ist am Samstag in Laas für seinen Roman "Hier im Regen" mit dem 2. Franz-Tumler-Literaturpreis ausgezeichnet worden.

Langenegger habe in seinem Buch „mit sparsamen, differenziert und klug eingesetzten literarischen Mitteln eine psychologisch konsistente, ebenso abgründige wie liebenswert-schrullige Figur geschaffen“, heißt es in der Begründung der Jury.

Auch deshalb sei dieser Debutroman „in jeder Hinsicht bemerkenswert“. Der Publikumspreis ging an Lea Gottheil (Zürich).

Lorenz Langenegger (29) lebt und schreibt in Zürich. Er studierte Theater- und Politikwissenschaft in Bern.

Sein Stück "Nah und hoch hinaus" wurde im März 2008 am Nationaltheater Mannheim uraufgeführt. Er war Stipendiat im Stuttgarter Schriftstellerhaus und im Zürcher Atelier in Berlin.

Langeneggers Stück Rakows Dom gewann den 4. Stückewettbewerb der Schaubühne Berlin. 2008 war der Autor Teilnehmer der "International Residency" am Royal Court Theatre in London.

Im Frühjahr 2009 erschien sein erster Roman "Hier im Regen", für den er vom Kanton Zürich mit einem Werkbeitrag ausgezeichnet wurde.

Im Juni 2009 hatten die Jurymitglieder - Emma Braslavsky (Autorin, Berlin), Sepp Mall (Autor, Meran), Andreas Neeser (Autor und Literaturvermittler, Aarau), Klemens Renoldner (Dramaturg und Literaturkritiker, Berlin/Wien) und Daniela Strigl (Literaturkritikerin, Wien) – fünf Finalisten nominiert.

Klemens Renoldner entschied sich für den Roman Sommervogel von Lea Gottheil (Arche), Sepp Mall für Der Bienenkönig von Katrin Seglitz (weissbooks), Daniela Strigl wählte Sommerfrische von Esther Kinsky (Matthes & Seitz), Andreas Neeser Hier im Regen von Lorenz Langenegger (Jung und Jung), Emma Braslavsky optierte für Schneetage von Jan Christophersen (marebuch).

Die Endausscheidung mit den Lesungen der Autoren und anschließender Diskussion fand am Samstag im Josefshaus in Laas statt. Die Preisverleihung erfolgte am gleichen Tag in der St. Markus Kirche in Laas.

Teilnahmeberechtigt waren auf Deutsch schreibenden Autoren und Autorinnen, die vom 1. Januar 2009 bis zum 31. Mai 2009 einen Erstlingsroman veröffentlicht hatten.

Der von der Südtiroler Landesregierung gestiftete Franz-Tumler-Literaturpreis 2009 ist mit 8.000 Euro dotiert und mit einem Schreibaufenthalt im Rahmen der Literaturtage Laas 2010 gekoppelt.

Der Publikumspreis berechtigt zu einem dreiwöchigen Schreibaufenthalt auf dem Kulturhof Rimpf bei Laas.

Den ersten Franz-Tumler-Literaturpreis hatte im September 2007 die deutsche Autorin Emma Braslavsky gewonnen.

Leben und Werk Franz Tumlers (1912 – 1998) sind eng verbunden mit seiner Heimat, dem Vinschgau und der Gemeinde Laas.

Deshalb hat Laas den Menschen und Schriftsteller Franz Tumler in den vergangenen Jahren immer wieder gewürdigt.

Ausgerichtet wird der Franz-Tumler-Literaturpreis 2009 von der Gemeinde Laas, dem Bildungsausschuss Laas, dem Kreis Südtiroler Autorinnen und Autoren im Südtiroler Künstlerbund, dem Verein der Vinschger Bibliotheken und dem Verein der Bücherwürmer/Literatur Lana.

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