Werbung - Redaktion - Dienstag, 22. Mai 2012
20. Dezember 2011
Andre Rudolph beim Lyrikpreis 2010. © 2011 Andre Rudolph beim Lyrikpreis 2010. Andre Rudolph © 2011 Andre Rudolph
Literatur

Lyrikpreis: 350 Autoren dabei

377 Lyrikerinnen und Lyriker hatten sich um die Teilnahme beworben. 350 von ihnen wurden zum elften Lyrikpreises Meran zugelassen. Die Endausscheidung findet im Mai in Meran statt.

Der Ansturm aus Deutschland, aber auch aus Österreich war besonders hoch: 250 der zugelassenen Autorinnen und Autoren leben Deutschland, 71 in Österreich, 20 in der Schweiz und jeweils zwei in Italien und Frankreich.

Jeweils ein Teilnehmer oder eine Teilnehmerin haben ihren Wohnsitz in Großbritannien, Luxemburg, Spanien, Belgien und in den Niederlanden.

Besonders stark vertreten sind die Literaturszenen in Berlin und Wien. 39 Einsendungen wurden in Berlin aufgegeben, 28 in der österreichischen Bundeshauptstadt.

Eine Vorjury (Andreas Hapkemeyer, Christine Riccabona, Alma Vallazza) wird in den kommenden Wochen eine erste Vorauswahl treffen und diese dann an die Hauptjury weiterleiten. Diese nominiert dann die neun Finalistinnen und Finalisten.

Neue Organisation und neue Jury

Der 11. Lyrikpreis Meran unterscheidet sich in seiner organisatorischen Struktur von früheren Ausgaben. Zum ersten Mal veranstalten mit dem Südtiroler Künstlerbund/Literatur und mit dem Verein der Bücherwürmer Lana zwei im regionalen Literaturbetrieb seit Jahrzehnten tätige Institutionen diesen Preis gemeinsam.

Die inhaltliche Ausrichtung und die Besetzung der Jury verantwortet ein Komitee, dem der Vizepräsident des Südtiroler Künstlerbundes, Ferruccio Delle Cave, der Leiter des Literaturhauses Wien, Robert Huez, der Leiter des Literaturhauses Berlin, Ernest Wichner, der Präsident des Vereins der Bücherwürmer, Elmar Locher und der Professor an der Abteilung für neuere deutsche Literatur der Universität Zürich, Ulrich Stadler, angehören.

Die Hauptjury wurde für diese Ausgabe neu zusammengesetzt: Jurorinnen und Juroren sind – neben Hans-Jürgen Balmes vom S. Fischer Verlag und der Autorin, Kritikern und Literaturwissenschaftlerin Ilma Rakusa, die schon in den vergangenen Jahren in Meran präsent waren – die Leiterin des Lyrik Kabinetts München, Maria Gazzetti, der an der Universität Salzburg lehrende Germanist Hans Höller und der Autor Jan Wagner.

Lesungen in Meran

Die DieEndausscheidung mit den Lesungen findet am 4. und 5. Mai 2012 im Pavillon des Fleurs n Meran statt.

Auch 2012 werden in Meran wieder drei Preise vergeben: Der Lyrikpreis Meran (8000 Euro; Südtiroler Landesregierung), der Alfred-Gruber-Preis der Stiftung Südtiroler Sparkasse (3500 Euro) und der Medienpreis (2500 Euro) des RAI-Senders Bozen.

Der 1998 verstorbene Alfred Gruber und der ehemalige Meraner Bürgermeister, Franz Alber, hatten den Lyrikpreis Meran vor 18 Jahren ins Leben gerufen. Seitdem ist der Preis im deutschsprachigen Ausland zu einer Institution geworden.

Träger des Lyrikpreises Meran waren bisher Kurt Drawert (D, 1993), Kathrin Schmidt (D, 1994), Sepp Mall (I, 1996), Jürgen Nenzda (D, 1998), Lutz Seiler (D, 2000), Oswald Egger (I) und Sylvia Geist (D), ex aequo (2002), Michael Donhauser (Liechtenstein, 2004), Ulrike A. Sandig (D, 2006), Martina Hefter (D, 2008) und Andre Rudolph (2010).




Hier können Sie den Artikel bewerten
 
On-Tour Fotos zum den Archiv