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Artikel vom 07. März 2013

Sonora ‘13 eröffnet mit Anna Serova und dem Ensemble Conductus

Zwischen “Viola del Pensiero” und “Tanda”: Marcello Feras kontrastreiches Programm für die russische Bratschistin Anna Serova mit dem Ensemble Conductus bringt zum Saisonsauftakt eine Suite der musikalischen Gegensätzlichkeit.

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Foto: shutterstock

Anna Serova

Anna Serova

Das Programm reicht von Werken von Guillaume Dufay zu Giacomo Puccini über Paul Hindemith, Arvo Pärt, bis zur Uraufführung von Feras „Viola del pensiero“ und zum Tango mit anschließender Milonga im Meraner Stadttheater.

Für das erste Konzert der in Zusammenarbeit mit Kunst Meran organisierten Saison Sonora '13 gibt es Momente intimer Lyrik und solche, die vom Puls, vom Rhythmus und dem Esprit des Tanzes dominiert werden in den ihnen gemeinsamen Farben, den Farben der Streicher.

Der Abend wird mit der Bearbeitung einer Mottette aus dem 15. Jahrhundert eröffnet, „Nuper rosarum flores“ (1436) von Guillaume Dufay, eine hochraffinierte intellektuelle Architektur der franco-flämischen Schule, im Ausdruck einer Art Synthese zwischen Pulsation und kontemplativer Ekstase. Er endet mit einer Suite von Tango-Bearbeitungen aus der klassischen Epoche der dreißiger und vierziger Jahre, die quasi wie ein komplementärer Gegensatz dazu wirkt.

Der Verlauf zwischen diesen beiden Extremen ist gekennzeichnet durch solistische Einlagen von Anna Serova mit der wundervollen „Trauermusik“ von Paul Hindemith und der Uraufführung von „Viola del Pensiero“ für Viola und Streicher von Marcello Fera.

Es folgen Stücke für reines Streichorchester mit einer weiteren Komposition von Fera, „Studietto per quattro“, Arvo Pärts „Silouans Song“ und „Crisantemi“ von G. Puccini. Der musikalische Parcours endet mit Feras „Tanda“ für Anna Serova, einer Suite, die ihr erlaubt in ihrer Rolle als Solistin eine der größten Passionen ihres Lebens auszudrücken, den Tango.

Die Solistin Anna Serova

Nach ihrer Ausbildung bei Vladimir Stopicev, Bruno Giuranna und Juri Bashmet, begann Anna Serova, weit über Russland hinaus eine erfolgreiche Konzertkarriere und trat weltweit als Solistin mit Kammer und Orchesterformationen und unter anderem mit Partnern wie Salvatore Accardo, Ivry Gitlis und Rocco Filippini auf. Für ihre letzte CD „Viola Collection“ spielte sie die Amati Viola „La Stauffer“ von 1615.

Im Anschluss an das Konzert wird eine Milonga in Zusammenarbeit mit dem Verein NochEinTango stattfinden.

Das Konzert findet am Donnerstag, 14. März, 20.30 Uhr im Stadttheater Meran statt.

stol