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Artikel vom 18. Juli 2012
Die Streicherakademie Bozen hat den Violinisten Giuliano Carmignola nach Südtirol eingeladen, wo er gemeinsam mit dem renommierten Streicherensemble auf Tournee gehen und in drei von sechs Konzertabenden zu Gast sein wird.
Der aus Treviso stammende Giuliano Carmignola zählt zu den interessantesten Geigern der Gegenwart. Seine Interpretationen barocker und klassischer Werke sind bahnbrechend.
Für die Konzerte mit Giuliano Carmignola in Toblach, Eppan und Bozen hat der künstlerische Leiter der Streicherakademie Georg Egger anspruchsvolle Werke von Wolfgang A. Mozart und Joseph Haydn ausgewählt.
Das Konzertprogramm mit Giuliano Carmignalo beginnt mit der Sinfonie in A-Dur KV 201 von W. A. Mozart, die der Komponist selbst besonders schätzte und die zu seinen reifsten Sinfonien zählt. Es folgen zwei der drei erhaltenen Violinkonzerte Haydns (in G-Dur und C-Dur).
Den krönenden Abschluss bildet das „Concertone“ in C-Dur KV 190 von W. A. Mozart, ein „größeres Konzert“, welches Mozart im Alter von 17 Jahren komponierte und in dem neben den beiden Solo Violinen auch die Oboe (Friederike Hulman) und das Violoncello (Anna Egger) einen Solopart bestreiten.
Carmignola wird nicht nur als Solist auftreten, sondern auch die Sinfonie von Mozart leiten. Der Violinist ist an folgenden Terminen zu hören:
Samstag, 28. Juli, 18.30 Uhr, Toblach, Gustav Mahler Saal
Sonntag, 29. Juli, 20 Uhr, Eppan, Kultursaal
Freitag, 3. August, 20.30 Uhr, Bozen, Schloss Maretsch
Solisten der Streicherakademie zeigen ihr Können
Die Streicherakademie Bozen hat nicht nur als Ensemble internationales Format, sondern birgt in ihren Reihen auch begabte Solisten birgt.
Georg Eggers Auswahl ist bei Konzerten in Bruneck, Sterzing und Lengmoos zu erleben: Auf dem Programm steht das virtuose Konzert für 3 Violinen in F-Dur von A. Vivaldi, einst für das Mädchenorchester des Ospedale della Pietà komponiert.
Es folgt die Sinfonia concertante für Violine, Viola und Orchester in Es-Dur KV 364 von W. A. Mozart, die der ausgezeichnete Geiger, der aber lieber Bratsche spielte, vermutlich für sich und seinen Vater komponiert hatte. Ein auch vom musikwissenschaftlichen Standpunkt aus gesehen höchst interessantes Werk ist das Konzert für 3 Violinen nach BWV 1063 von J. S. Bach, bei dem es sich um eine Rekonstruktion, ausgehend von einer Fassung für 3 Cembali, handelt.
Zum Ausklang ist die Sinfonie in F-Dur KV 112 von W. A. Mozart zu hören, die 1771 auf der zweiten Italienreise entstanden ist.
Die Konzerte finden an folgenden Terminen statt:
Dienstag, 31. Juli, 21 Uhr, Bruneck, Ragen -Haus
Mittwoch, 1. August, 21 Uhr, Sterzing, Stadttheater
Donnerstag, 2. August, 21 Uhr, Lengmoos, Vereinshaus Peter Mayr