Montag, 13. Februar 2012
01. März 2010
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Musik

Südtiroler Sängerbund heißt nun „Südtiroler Chorverband“ – Erich Deltedesco neuer Obmann

„Mit deinen Worten hast du die Seele der Menschen berührt und du hast den Chören im Land eine orientierende Perspektive gegeben.“ Mit diesen Worten blickte der neu gewählte Obmann Erich Deltedesco auf das Wirken von Josef Pircher zurück, der am Samstag nach neun Jahren Obmannschaft vom bisherigen Vizeobmann abgelöst wurde.

Doch nicht nur die Neuwahl des Obmanns, des Vorstands und des Musikbeirats war ein Höhepunkt der 61. Vollversammlung des Sängerbunds im Peter-Thalguter-Haus in Algund, zu der viele Ehrengäste aus Politik, Kirche und Verbänden gekommen waren: Die zahlreich erschienenen Vertreter der Chöre beschlossen, dass der Sängerbund ab jetzt „Südtiroler Chorverband“ heißen wird.

„Chorverband“ sei treffender und heute im ganzen deutschen Sprachraum üblicher, begründete Josef Pircher die Namensänderung. Er blicke mit Zuversicht auf die Zukunft des Südtiroler Chorverbands, da er einen tüchtigen Nachfolger habe.

Neuer Obmann und Vorstand gewählt

Der 53-jährige bisherige Vizeobmann und Schatzmeister des Sängerbunds, Erich Deltedesco, erhielt 193 von 224 Stimmen.

„Bewährtes werden wir beibehalten und für Neues offen sein“, sagte Deltedesco, der u.a. seit 1976 Mitglied des Männerchors Neustift ist. Seine Aufgabe wird es sein, zusammen mit dem Vorstand den Verband zu leiten, zu dem 423 Chöre mit 10.721 Sänger und Sängerinnen gehören.

In den Vorstand wurden Carmen Seidner, Margareth Greif, Peter Berger, Gebhard Piccolruaz und Christian Nothdurfter gewählt, in den Musikrat Armin Mitterer, Othmar Trenner, Erich Feichter, Ingrid Rieder Ebnicher, Klaus Reiterer, Heinrich Pramsohler und Leo Haas.

Pircher: „Das Volkslied ist unsere Muttersprache“

Josef Pircher verwies in seinem Ausblick auf die Schulungen, „Jugend singt“ am 17. April, zu dem sich Chöre noch anmelden könnten, und auf das Gesamttiroler Wertungssingen am 13. November in Innsbruck.

Voll Dankbarkeit blickte er auf die neun Jahre Obmannschaft zurück: „Ich bin überzeugt, dass ich vom Sängerbund mehr bekommen habe als ich geben konnte“, sagte Pircher. Es sei sein Ziel gewesen, den Chören zu vermitteln, dass Musik „nicht Konsumgut oder Ornament“ sei, sondern den Menschen veredle und daher eine Notwendigkeit sei.

„Unsere Kultur wird gefördert wie kaum anderswo, aber wir müssen uns selber anstrengen“, rief er die Vertreter der Chöre auf und verwies auf das Motto des laufenden Jahres, das Volkslied besonders zu fördern: „Das Volkslied ist unsere Muttersprache. Es aufzugeben hieße unsere Muttersprache aufgeben!“




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