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Artikel vom 04. Juli 2012

Woodstock-Sängerin Joan Baez im Interview: „Musik kann die Welt verändern“

Ihr Credo bleibt die Musik. Joan Baez ist überzeugt, dass die Musik die Welt verändern kann, aber nur, wenn sie mit einer politischen Aussage verknüpft bleibt. In Trient wird sie am 7. Juli eine sehr intime Show bieten und viele alte Songs ausgraben.

Joan Baez

Im Bild: Joan Baez

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Sie sind eine Ikone der Musik. Wahrscheinlich gibt es keine Frage, die man Ihnen noch nie gestellt hat. Was ist die Frage, die sie gerne einmal beantworten würden, die Ihnen noch nie jemand gestellt hat?

Joan Baez: Sie haben sie gerade gestellt. Alles, was mich zum Nachdenken bringt. Und mit dieser Frage haben sie dies mit Erfolg erreicht.

Auf der Einladungskarte zum Konzert steht: „An intimate Evening with Joan Baez“ (ein intimer Abend mit Joan Baez). Auf was darf man sich freuen?

Baez: Ich trete seit 50 Jahren auf. Mit diesem Konzert versuche ich, die Wünsche, die Interessen der Menschen von heute zu treffen. Der Schlüssel des Erfolgs ist, dass die Musik lebendig ist, egal ob die Lieder bekannt sind oder nicht. Aber ich werde  auch diesmal Songs singen, die alle kennen, auf die das Publikum wartet.

So wird es auch das berühmte „Sag mir, wo die Blumen sind“ geben…

Baez: Natürlich. Das Letzte, was ich tun möchte, ist etwas mit Gewalt erzwingen. Wenn sich das Publikum wohl fühlt, dann macht es mir Spaß, meine alten Lieder zu singen.

Sie sind als die Stimme und das Gewissen der 60er Jahre bekannt. Stört es Sie,  auf diese Zeit reduziert zu werden?

Nein, es ist eine gute Legende. Sie erinnert die Menschen an eine Zeit, in der sie aktiver, politisch engagierter waren.

Sie haben  für Ihre politische Überzeugung gekämpft und sie in den Liedern ausgedrückt. War das Ende der 60er Jahre schwieriger oder heute?

Baez: Ich vermute, dass es früher einfacher war, da es klarer definiert war. Wir kämpften für die Gleichberechtigung aller Bürger und gegen den Vietnamkrieg. Zum Glück, war ich immer schon politisch interessiert. Seit ich 15 Jahre alt bin, ist meine politische Überzeugung die, etwas auf gewaltlose Weise verändern zu wollen. Das sind die Grundpfeiler meiner Stiftung. Heute gibt es andere Probleme wie die Arbeitslosigkeit und da ist so vieles ungelöst. Meine Überzeugung lautet: Kleine Schritte bringen auch weiter, aber mit Vorsicht. Dann wirst du auch kleine Siege davontragen.

Sie sind beim größten Hippiekonzert, dem Woodstock-Festival 1969, aufgetreten. Damals waren Sie schwanger. Welche Erinnerung haben Sie?

Baez: Ich war nervös. Ich erinnere mich, ich hatte das Gefühl, für eine mittlere Kleinstadt zu singen. Es waren so viele Menschen da. Ich war glücklich damals, eingeladen worden zu sein.

eva/D

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Das vollinhaltliche Interview lesen Sie in der Mittwoch-Ausgabe der Tageszeitung "Dolomiten"