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Artikel vom 27. Juni 2012

valgardenaMusika 2012 steht unter dem Motto „Verbindung“

valgardenaMusika 2012 stellt sich auch dieses Jahr wieder seinem Publikum als internationale Konzertreihe vor, die abseits von den großen Kulturmetropolen und mitten in der Gebirgslandschaft der Dolomiten ein Programm anbietet, das heuer unter dem Zeichen der Verbindung steht.

Belgian Brass - WillemDeLeeuw-61

Belgian Brass - Foto: WillemDeLeeuw

Mario Venzago credit Alberto Venzago

Mario Venzago - Foto: Alberto Venzago

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Nicolas Altstaedt - Foto und Copyright: Marco Borggreve

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Münchener Kammerorchester - Foto: Marek Vogel

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"Verbindung zwischen Internationalem und Regionalem, zwischen Klassischem und Ethnischem, zwischen Symphonischem und Rockigem sowie zwischen Vertrautem und Uraufführungen", betonen die Organisatoren.

Das Eröffnungskonzert von valgardenaMusika 2012, ein Projekt in Zusammenarbeit mit den Gustav-Mahler-Wochen in Toblach, steht am 15. Juli im Zeichen der orchestralen Großbesetzung.

Einhundert Jugendliche aus ganz Deutschland im Alter zwischen 15 und 19 erhalten im Bundesjugendorchester, dem Nationalen Jugendorchester der Bundesrepublik Deutschland, eine Möglichkeit zum orchestralen Zusammenspiel.

Dieses „jüngste Spitzenorchester Deutschlands“ spielt, unter der Leitung von Mario Venzago, Werke von Gustav Mahler, Robert Schumann und Maurice Ravel.

Bei Mahlers „Totenfeier“, die den Abend eröffnet, handelt es sich um eine Frühfassung des ersten Satzes seiner 2. Symphonie.

Nicholas Altstaedt, der deutsch-französische Star-Violoncellist, einer der gefragtesten Solisten der jungen Generation weltweit, spielt Robert Schumanns Cellokonzert.

Der zweite Teil des Programms steht mit Werken von Maurice Ravel ganz im Zeichen des großen orchestralen Farbenspiels.

Keiner konnte so instrumentieren wie Ravel, sagen manche Fachleute, und das Wunder der klanglichen Vielfalt wird beispielsweise beim Hören seiner verrenkten Tanzparaphrase „La Valse“ spürbar werden.

Münchener Kammerorchester

Ein Ensemble der Spitzenqualität ist das Münchener Kammerorchester. In der Zusammenstellung seiner Programme zeichnet es sich aus durch ein originelles und stimulierendes Kontrastieren von Klassischem und Zeitgenössischem.

Mehrmals erhielt es so den „Preis für das beste Konzertprogramm“. Bei valgardenaMusika begegnet dieses Orchester am 27. Juli, unter der Leitung von Daniel Giglberger, dem jungen, mit internationalen Preisen ausgezeichneten Südtiroler Fagottisten Philipp Tutzer.

Vom Orchester begleitet wird er zwei Solokonzerte spielen. Dieser Programmpunkt ist eine Begegnung zwischen Internationalem und Lokalem auf höchstem Niveau.

„Diese Art von Verbindung ist bei der Gestaltung der Programminhalte immer ein wichtiges Anliegen gewesen“, so die Organisatoren von valgardenamusika.

mujiga di populi / Musik der Sprachen

Ein Fenster zum bunt schillernden Bereich der „mujiga di populi / Musik der Sprachen / musica dal mondo delle lingue“ wird im Rahmen von valgardenamusika 2012 gleich zweimal geöffnet.

Zum einen wird durch den Frauenchor „Le Mystère des Voix Bulgares“ am 22. August ein Ensemble auftreten, das eine einzigartige Erfolgsstory darstellt.

Eindringliche Frauenstimmen vereinen eine tausendjährige und sehr eigenwillige Sangestradition mit balkanischem Temperament. Geboten werden geistliche Gesänge und packende Volksweisen aus dem Balkan.

Der Chor begeistert durch schwindelerregende Technik, Präzision, Atem beraubende Virtuosität sowie beseeltes Musizieren.

Der zweite, zur Rubrik „mujiga di populi / Musik der Sprachen / musica dal mondo delle lingue“ gehörende Abend stellt ebenfalls eine europäische Eigenheit aus dem Bereich des Gesanges dar: das Trio Medieval, eine Gruppe von drei skandinavischen Sängerinnen, führt den Zuhörer in eine Klangwelt der Spiritualität und Meditation.

„Diese drei Stimmen verschmelzen mit solch übernatürlicher Klarheit und Schönheit, dass selbst ein überzeugter Agnostiker den göttlichen Funken nicht leugnen würde“, hat die New York Times über dieses Trio geschrieben.

In der Tat ist ihre Art zu singen, auch beim Darbieten von einfachsten Melodien, von verführerischer Klarheit gekennzeichnet.

Geistliches und Volksgesänge aus Skandinavien stehen auf dem Programm; dabei schaffen es die drei Sängerinnen Anna Maria Friman, Linn Andrea Fuglseth und Catherine King, ständig eine Brücke herzustellen zwischen Tradition und Modernität.

„Alte Musik gibt uns die Freiheit, unsere Vorstellungen und Ideen fließen zu lassen, so, als würden wir zeitgenössische Musik machen“ sagen sie selbst über ihre Art zu arbeiten.

Belgian Brass

Auch Belgian Brass, zwölf der besten Blechbläser Belgiens unter der Leitung des Trompeters Manu Mellaerts, werden bei valgardenaMusika auftreten.

Von Tielman Susato, über Alexander Borodin, Richard Strauss, Béla Bartók, bis hin zu Glenn Miller und Astor Piazzolla wird der musikalische Bogen am 9. August sehr weit gespannt.

Als Besonderheit steht auch eine Uraufführung des Südtiroler Komponisten und Multitalents Daniel Oberegger auf dem Programm. Ganz im Sinne der Oberegger’schen Abenteuerlust und Experimentierfreudigkeit heißt das Stück „Am anderen Ufer der Welt“.

Orchester Sonoton

Seit Jahren ist das Orchester Sonoton ein Fixpunkt im Programm von valgardenaMusika. Im Sonoton-Projekt fließen jedes Jahr alle Energien des jugendlichen Instrumentalspiels Grödens und aus weiteren Teilen Südtirols zu einem konzentrierten energetischen Punkt zusammen.

Dies bedeutet Monate lange Probenarbeit. Doch neben Aufwand und Mühe wird auch immer ein Funke der Begeisterung gezündet, der die reiche Erfahrung des gemeinsamen musikalischen Erlebens entstehen lässt.

Begeisterte jugendliche, teils professionelle Musiker, leisten eine kapillare Kulturarbeit, die das Musikmachen in den Vordergrund schiebt.

Das diesjährige Projekt heißt Sonoton & Pëufla Fusion: Klassik trifft Rock. Das Orchester Sonoton begegnet der Rockband Pëufla.

Zwei ganz unterschiedliche Welten begegnen einander. Was dabei herauskommt, ist ein interkulturelles Projekt. Die ladinischen und englischen Eigenkompositionen der Rockband Pëufla werden am 30. August von Georg Malfertheiner, Günther Demetz, Matthäus Crepaz und Andrea Tasser für symphonisches Orchester eigens arrangiert.

Somit wird ein Band geknüpft zwischen einer Welt- und einer Kleinstsprache.

Ebenso werden zwei grundverschiedene musikalische Ästhetiken miteinander verbunden. Matthäus Crepaz, Dirigent von Sonoton und Gregor Pasolli, Frontman von Pëufla, werden gemeinsam mit einem Team von 70 Musikern dafür sorgen, dass das Konzert zu einem unvergesslichen Abend wird.

Der Kartenvorverkauf läuft in den Tourismusvereinen Gröden (Tel: 0471/777600; 777800; 777900) und online.

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