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Artikel vom Montag, 21. November 2016

Stadttheater Bruneck: Wenn nicht heute, wann dann?

Wir schreiben das Jahr 2036. Sechs alte Theaterleute sind gezwungen, mittellos in den Räumen des ehemaligen Stadttheater Bruneck, ihren Lebensabend zu verbringen...Das Stadttheater Bruneck zeigt ein turbulentes Theatermärchen von Klaus Gasperi und Hanspeter Horner. Am 25. November wird das Stück uraufgeführt.

Von Links nach Rechts: Christine Lasta, Walter Hainz, Marlies Untersteiner, Alexander Messner und Günther Götsch. - Foto: Stadttheater Bruneck

Von Links nach Rechts: Christine Lasta, Walter Hainz, Marlies Untersteiner, Alexander Messner und Günther Götsch. - Foto: Stadttheater Bruneck

Vor 20 Jahren haben kurzsichtige Kulturpolitiker dem Theater seinen Zauber geraubt. Die mickrigen Subventionen der Stadt reichten vorne und hinten nicht mehr und trotz großer Erfolge bei Publikum und Medien, musste das weit über die Grenzen hinaus bekannte Theater geschlossen werden.

Apollon verflucht die Stadt

Darüber hat sich Apollon, der Gott der Künste, so erzürnt, dass er einen Fluch über die Stadt ausgesprochen hat: “Es darf so lange kein Theater mehr gespielt werden, bis die Politik ihre Fehler eingesteht und sich für die katastrophale Kulturförderung der vergangenen Jahre entschuldigt”. Erst dann wird der Fluch wieder aufgehoben. Bis dahin können die Theaterleute zwar ihren Lebensabend im Theater verbringen, dürfen aber nicht mehr auftreten.

Das Hoffen auf ein Wunder

Die 80 bis 90 Jahre alten Schauspieler, werden immer eigener, aber typisch Schauspieler, träumen sie immer noch von einer großen Bühnenkarriere. Sie hoffen auf ein Wunder, das den Fluch endlich aufhebt und das Theater neu erblühen lässt.

Findet sich aber ein Politiker, der die vergangenen Fehler einsieht und sich reumütig entschuldigt?

Premiere am 25. November

Es spielen: Christine Lasta, Günther Götsch, Marlies Untersteiner, Alexander Messner, Cornelia Brugger, Walter Hainz, Simon Kostner, Paul Niederwolfsgruber, Kurt Santifaller und die Pfarrkirch-Spatzen. 

Regie: Hanspeter Horner, Bühnenbild: Klaus Gasperi, Kostüm: Katia Bottegal, Musikalische Leitung: Simon Kostner, Licht: Jan Gasperi, Maske: Monika Gasser und Greta Gasser. Regieassistenz: Anja Michaela Wohlfahrt

Premiere am 25. November 2016, Beginn 20 Uhr. Weitere Aufführungen am: 27./30. November 2016 sowie am 1./2./3./4./22./26./27./28. und 29. Dezember 2016. Beginn jeweils 20 Uhr, sonn- und feiertags 18 Uhr.

Eventuelle Ähnlichkeiten mit lebenden Personen oder Institutionen, sind nicht rein zufällig, sondern unvermeidlich.

stol

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