Werbung - Redaktion - Dienstag, 22. Mai 2012
16. Januar 2012
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Gesundheit

Bestätigt: Allein der Anblick von Essen macht Appetit

Allein der Anblick leckerer Speisen macht Appetit. Was die meisten schon immer wussten, haben Forscher nun erstmals wissenschaftlich nachgewiesen.

Dass Bilder von Nahrungsmitteln das Hungergefühl anregen, liegt laut dem Münchner Max-Planck-Institut für Psychiatrie am Hormon Ghrelin, das durch optische Reize vermehrt ausgeschüttet wird.

Als Hauptregulator steuert Ghrelin sowohl unser Essverhalten als auch körperliche Prozesse zur Nahrungsverwertung. Die allgegenwärtige Präsenz von appetitanregenden Lebensmitteln in den Medien könnte nach Einschätzung der Wissenschafter auch zur Gewichtszunahme in der westlichen Bevölkerung beitragen.

Die Wissenschafter untersuchten für ihre Studie, wie gesunde junge Männer auf Bilder reagieren, die entweder gut schmeckende Speisen darstellten oder nicht essbare Objekte zeigten.

Dabei wurden die Konzentrationen verschiedener Hormone im Blut gemessen, die an der Regulation der Nahrungsaufnahme beteiligt sind.

Das Ergebnis: Die Forscher konnten einen Anstieg der Ghrelin-Konzentration als Reaktion auf die optischen Reize mit Speisen messen.

„Ein Mechanismus, der uns dazu verleiten könnte, bereits zwei Stunden nach dem Frühstück ein Stück Kuchen zu verzehren“, erklärte die MPI-Forscherin Petra Schüssler.

Sie empfiehlt daher Menschen mit Gewichtsproblemen, den Anblick von Bildern appetitlicher Lebensmittel möglichst zu vermeiden.

apa/afp




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