Neuartige Magnetbänder als Speichermedium könnten Computer-Festplatten in Zukunft alt aussehen lassen. Dies zeigen Tests des Paul Scherrer Instituts (PSI) in Villigen und der deutschen Universität Konstanz.
Die neuartigen Magnetbänder würden nicht nur sehr hohe Speicherdichten aufweisen, sondern auch viel schnellere Zugriffszeiten als heutige Speichermedien zulassen, teilte das PSI am Montag mit.
Diese sogenannten Racetrack-Speicher ermöglichten die Produktion stoßfester Datenspeicher. Racetrack-Speicher codierten die Information in Form von magnetischen Bits. Diese Einheiten seien wie bei den alten Magnetbändern hintereinander auf einem Draht abgelegt.
Anders als bei herkömmlichen Magnetbändern werde der Draht aber nicht mechanisch über das Schreib- und Lesefeld gespult. Vielmehr treibe ein Magnetfeld die Bits durch den stehenden Draht.
Da es sich um einen winzigen Nanodraht handle, ließen sich viele Racetracks nebeneinander im Abstand von wenigen Hundert Nanometern stapeln. Diese Technik ermögliche attraktive Speicherdichten, die jene von typischen USB Memory Sticks übertreffen könnten, hält die größte Forschungsanstalt des Bundes fest.
apa/sda
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