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Artikel vom 20. Juni 2012
„Es ist faszinierend, wie man mit dieser Zeitung irgendwo irgendwann seinen Frieden macht“, sagte Moderator Thomas Gottschalk bei der Präsentation des Buches mit Titelgeschichten vergangener Jahrzehnte.
Auch Bundesaußenminister Guido Westerwelle zeigte sich versöhnlich. „Politische Schlagzeilen gehören zum Geschäft“, sagte der FDP-Politiker. Bei Berichten über sein Privatleben sei er von der Zeitung fair behandelt worden.
Kati Witt konnte auch wieder über ein altes Titelfoto schmunzeln, das sie mit weitem Dekolleté bei einer Eislauf-Pirouette zeigt. „Das kleine Gummi“, das ihr Kostüm zusammengehalten habe, sei damals durch die Dreh- und Schwerkraft ausgeleiert worden, begründete sie den tiefen Einblick.
Zu den Gästen zählten Bundesfamilienministerin Kristina Schröder (CDU), Franz Beckenbauer, Boris Becker, Heino, Oliver Kahn, Johannes B. Kerner, Henry Maske, Jan Ullrich, Axel Schulz, Verona Pooth und Otto Rehagel.
Der Journalist und frühere „Spiegel“-Chefredakteur Stefan Aust, der einen Beitrag für das Buch geschrieben hat, sagte, „Bild“ sei ein „Vergrößerungsglas“, manchmal auch ein „Vergröberungsglas“.
„Das Bild-Buch“ ist ein schwerer Brocken in Zeitungsformat. Es wiegt elf Kilo und hat knapp 750 Seiten. Für jeden Monat seit der Erstausgabe am 24. Juni 1952 haben Verleger Benedikt Taschen und „Bild“-Chefredakteur Kai Diekmann je eine Titelseite ausgesucht – vom Bau der Mauer, der ersten Mondlandung bis zu Deutschlands Fußball-WM-Titeln von 1954, 1974 und 1990.
In Sondereditionen können Leser historische Originalobjekte dazu erwerben – vom einem Stück Mondgestein bis zu einem Fetzen von Madonnas Jeans. Die Echtheit der Objekte hat ein Notar bescheinigt. Das Buch kommt am 26. Juni in den Handel.
dpa