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Artikel vom 13. Juni 2012

Mit einer Vespa zum Nordkap und retour - Video

Mehr als 10.000 Kilometer bis in den hohen Norden und retour wollen zwei junge Italiener aus der Nähe von Pisa auf einer dreißig Jahre alten Vespa zurücklegen.

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Filippo Logli und Alessandro Pierini

Filippo Logli und Alessandro Pierini - Foto: D

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Filippo Logli und Alessandro Pierini stammen beide aus Pontedera, der Heimatstadt des Vespa-Herstellers Piaggio.

Auf ihrem Weg zum Nordkap, dem nördlichsten Punkt Europas, machten sie mit ihrer Vespa 125 PX auch in Bozen Halt. Am Grieser Platz sprachen die beiden Toskaner mit STOL über ihr großes Abenteuer.

Reise zu Ehren des Großvaters

Beide hätten die Leidenschaft für das Reisen und schon seit langem hätten sie mit dem Gedanken gespielt, dies auf eine besondere Art und Weise zu machen, erzählte Logli.

Sein Großvater habe 40 Jahre lang im Vespa-Werk in Pontedera gearbeitet, so der 27-Jährige. So sei der Plan, mit der Vespa das Nordkap zu erreichen, auch ein Zeichen der Ehrerbietung gegenüber seiner Heimatgemeinde und speziell seinem Großvater.

„Fixe Etappen haben wir keine geplant“, erläuterte der ebenfalls 27-jährige Pierini.

„Das hängt stark vom Wetter und von Übernachtungsmöglichkeiten beim Couchsurfen ab. Und natürlich von der Leistungsfähigkeit unserer Vespa: Wir haben sie vor dem Start durchchecken lassen und hoffen, dass sie uns ein treuer Gefährte sein wird.“

Doch dieser Wunsch ging nicht in Erfüllung: Die Vespa gab bereits wenige Kilometer nach Bozen den Geist auf, berichteten sie gegenüber STOL.

Begeistert von der Südtiroler Hilfsbereitschaft

Diese Panne sei jedoch eine unvergessliche Erfahrung gewesen, denn sie seien begeistert über die Südtiroler Herzlichkeit.

„Dass uns bei strömendem Regen so viele Menschen unterstützen, ist einmalig“, meinte Logli und nannte den Bozner Erich Fink „meinen Engel“. Denn der Mechaniker habe die „alte Dame“ in mehr als zwei Stunden Arbeit wieder flott
gemacht, „ohne dafür einen einzigen Cent zu verlangen“, unterstrich Logli.

Mit einiger Verspätung, doch bleibenden Erinnerungen, machten sich die beiden dann sofort wieder auf, um den Rückstand auf die Marschtabelle nicht noch größer werden zu lassen.

Schließlich warteten noch mehr als 9500 Kilometer bis zur Rückkehr nach Pontedera.

Wer mehr über die Tour der zwei jungen Toskaner erfahren möchte, findet alle Infos auf dem Blog von Filippo Logli.

stol/kls