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Artikel vom Donnerstag, 7. März 2013

„Rubinrot“ – Fantastische Zeitreise mit neuen Teenie-Helden

Hollywood hat es vorgemacht: Mit fantastischen, übersinnlichen oder futuristischen Liebesgeschichten lässt sich viel Geld verdienen. Teenager, vor allem junge Mädchen, verschlingen Bücher wie die der Vampir-Saga „Twilight“ oder die „Tribute von Panem“ über tödliche Spiele in einer futuristischen Welt.

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Foto: Tele München Gruppe/Concorde Filmverleih GmbH

Foto: Tele München Gruppe/Concorde Filmverleih GmbH

Die Filme dazu lösten einen weltweiten Hype aus, ihre Stars wurden zu Teenie-Helden. Nun kommt der deutsche Beitrag zum Fantasy-Hype in die Kinos. Regisseur Felix Fuchssteiner („Draußen am See“) bringt den ersten Teil von Kerstin Giers Erfolgs-Trilogie „Rubinrot – Liebe geht durch alle Zeiten“ auf die Leinwand – und er hat in seinem ersten ganz großen Kinofilm alles richtig gemacht.

Die Nebenrollen sind mit Stars wie Veronica Ferres, Josefine Preuß, Axel Milberg, Katharina Thalbach oder Kostja Ullmann ebenso hochkarätig wie passend besetzt, der Soundtrack von Sofi de la Torre ist eingängig und dürfte dem jungen Publikum gefallen.

Doch vor allem die Hauptdarsteller sind hervorragend gecastet: Die Rolle von Hauptfigur Gwendolyn, die dank eines ganz besonderen, in ihrer Familie vererbten Gens durch die Zeit reisen kann, hat Fuchssteiner mit der 20-jährigen Maria Ehrich besetzt, die dem ZDF-Zuschauer mit Nacktszenen und Küssen mit Christiane Paul im Fernseh-Dreiteiler „Das Adlon“ aufgefallen sein könnte.

Die eigentlich gerne für zarte Rollen besetzte, hübsche junge Frau spielt die rebellische 16-Jährige mit viel Kraft und sehr überzeugend. Jannis Niewöhner als ebenfalls zeitreisender Gideon ist perfekt für die Rolle des Teenie-Schwarms.

Ehrich, die ihren ersten Film „Mein Bruder ist ein Hund“ als Zehnjährige drehte, hat großen Respekt vor dem, was da jetzt kommen könnte, wie sie im Interview mit der Nachrichtenagentur dpa erzählt. „Wir wissen alle noch nicht, was uns konkret erwartet. Zudem gibt es diese Erwartungshaltung der Zuschauer, die ihre eigene Version der Rollen, in meinem Fall speziell von Gwendolyn, im Kopf haben.

Da zittere ich schon ein bisschen, ob ich deren Anforderungen gerecht werde.“ Mit Blick auf den Hype um die „Twilight“-Stars Kristen Stewart und Robert Pattinson sagt – und hofft – sie aber: „Das ist ja Amerika. Ich glaube, in Deutschland ist das schon ein bisschen anders.“

Allerdings hat der Film nun wirklich alles, was sich das (weibliche) Teenager-Herz wünscht: eine rebellische Heldin, die erste Liebe und eine sehr spannende Familiengeschichte um mysteriöse Geheimnisse, Verrat und andere Welten in anderen Zeiten. „Es ist eine Fantasy-Geschichte, eine große, eigene Traumwelt“, sagt Jannis Niewöhner.

Die international anmutende Inszenierung „Rubinrot“ spielt in London, auch wenn Hauptdarstellerin Ehrich nur für wenige Szenen tatsächlich in der britischen Hauptstadt war. Das Spannendste an dem Film aber ist, dass er – was Optik, Effekte und Ausstattung angeht – locker mit Hollywood-Blockbustern mithalten kann. Das an sich mag zwar noch kein Qualitätskriterium sein, für einen Teenie-Film und Popcorn-Kino aber ist es genau richtig.

dpa