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Artikel vom 07. August 2012

„Sandwiesn-Hof“ in Gargazon ist erster Klima-Bauernhof Italiens

Der „Sandwiesn-Hof“ in Gargazon ist der erste Klima-Bauernhof Italiens. Die strengen Kriterien der Klimahaus Agentur (KHA) und des Südtiroler Bauernbundes (SBB) hat der Hof erfüllt und der Betreiber-Familie Thuile konnte so die begehrte Zertifizierung am Dienstag offiziell überreicht werden.

klima-bauernhof

Der - Foto: STOL

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In Südtirol bieten rund 2700 Betriebe den beliebten ‘Urlaub auf dem Bauernhof‘ unter dem Markenzeichen „Roter Hahn“ an.

Seit 2002 gäbe es zudem verschiedene Spezialisierungen der Höfe, so der Gründer des „Roten Hahns“, Hans Kienzl auf einer Pressekonferenz am Dienstag.

Durch die enge Zusammenarbeit zwischen dem SBB und der KHA konnte die neue Spezialisierungskategorie Klima-Bauernhof ausgearbeitet werden, die beim „Sandwiesn-Hof“ zum ersten Mal in Erscheinung trete, so SBB-Obmann Leo Tiefenthaler.

Hier komme alles zusammen, was Südtirol auszeichne: eine wunderbare Lage, die typische Landwirtschaft und der Tourismus. Dass so ein Betrieb auch noch Umweltauflagen berücksichtige, sei fantastisch, lobte der Präsident der KHA.

„Das Resultat des ‘Sandwiesn-Hofs‘ ist wirklich ausgezeichnet. Nicht nur die Gebäude selbst, die mit ‘Klimahaus A‘ und ‘Klimahaus Gold‘ bewertet wurden, sondern auch die Bewirtschaftung der Familie Thuile ist vorbildlich“, so Martina Demattio von der KHA.

Die Betreiber selbst seien froh den Schritt in Richtung Klima-Bauernhof getätigt zu haben. Die Nachfrage nach dem besonderen Hof übersteige die Erwartungen: Bis Ende November sei alles ausgebucht und auch für nächstes Jahr gäbe es schon Reservierungen, so Magdalena Thuile.

Strenge Auflagen für Zertifizierungen

„Die Kriterien der KHA berücksichtigten nachhaltige Aspekte wie Energieeffizienz, Verwendung von bestimmten Baumaterialien, Art der Müllentsorgung, Ausstoß von CO2, sowie das Wohlbefinden der Gäste“, erklärte Demattio.

Mindestens drei verschiedene Blumenarten am Hof, Infomappen für die Gäste, Frühstück aus Hausprodukten, zur Verfügung gestellte Fahrräder und viele weitere Auflagen würden zudem von der Institution „Roter Hahn“ verlangt, so Kienzl.

Warum dieses Projekt so gut funktioniert, weiß Magdalena Thuile genau: „Wir möchten unseren Teil zum Schutz der Umwelt beitragen und mit diesem Hof drücken wir diese Lebenseinstellung aus. Unsere Gäste erkennen unsere hohe Umweltsensibilität und wissen diese zu schätzen.“

sb