Werbung - Redaktion - Mittwoch, 23. Mai 2012
09. Februar 2012
© 2012 APA/Reuters
Panorama

Ungarn verheizt Geld - Video

Das kalte Winterwetter macht erfinderisch, auch in Ungarn. So entschied die Nationalbank, die Geldscheine, die nicht mehr in Umlauf gebracht werden, zum Heizen einzusetzen.

Das alte Papiergeld wird wie gewohnt zerschreddert, zu Briketts verarbeitet und für einen guten Zweck eingesetzt.

"Normalerweise verbrennen wir die Briketts auf riesigen Plantagen, nutzen sie zur Bodenaufschüttung. Doch dann haben wir hier in Ungarn begonnen, die Briketts an Wohltätigkeitsstiftungen zu übergeben. Sie können damit heizen und müssen keine Kohle oder Holz verwenden. Wir transportieren die Briketts aufs Land zu denjenigen, die sie benötigen. Geld verlangen wir dafür natürlich nicht", so der Logistik-Chef der Nationalbank, Barnabas Ferenczi.

Jedes Jahr können Wohltätigkeitsvereine sich um die Geld-Briketts bewerben. Zwei Gewinner werden alljährlich ausgelost. Die Glücklichen erhalten dann bis zu 30 Tonnen Geld zum Verbrennen.

Umgerechnet waren die übrigens mal so um die 680 Millionen Euro wert. In diesem Winter traf sie das Los, eine Organisation, die sich um Autisten kümmert.

Sie sitzt im Norden des Landes. Mit der Heizgeld-Spende sparen sie hier etwa 200 Euro im Monat ein. Geld, das sie gut gebrauchen können.




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