Werbung - Redaktion - Mittwoch, 23. Mai 2012
22. März 2011
Dr. Alexander Steinkasserer © 2011 Dr. Alexander Steinkasserer Dr. Alexander Steinkasserer © 2011 STOL Dr. Alexander Steinkasserer
Porträt

Brunecker Universitätsprofessor übernimmt Abteilung am Uniklinikum Erlangen

Im Jahr 1991 hat Univ. Prof. Dr. Alexander Steinkasserer den Futura Förderpreis der „Stiftung für junge Südtiroler im Ausland" erhalten.

Nach mehrjährigen Forschungsaufenthalten in München, Oxford, Leiden und Wien forscht der Brunecker Wissenschaftler seit 1998 am Universitätsklinikum der Universität Erlangen-Nürnberg.

Anfang dieses Jahres wurde er zum Leiter der Abteilung für Immunmodulation an der Hautklinik des Universitätsklinikums Erlangen berufen.

Ziel seiner Forschungstätigkeiten ist die Entwicklung neuer Therapien zur Behandlung von Autoimmun- und Tumorerkrankungen, sowie zur Vermeidung von Transplantatabstoßungen.

Ziel der Arbeit von Prof. Steinkasserer ist die Umsetzung von Ergebnissen in neue Behandlungsmethoden für Patienten.

„Für mich wäre es ein wissenschaftlicher Traum, wenn es gelänge, eine meiner Ideen bzw. Grundlagenergebnisse bis zur Entwicklung eines neuen Medikaments voranzutreiben. Das ist die besondere Motivation für mich“, so der Mediziner.

Diesem Ziel seien seine Mitarbeiter und er in den vergangenen Jahren einen großen Schritt nähergekommen.

„Im Rahmen der Forschung ist es gelungen, einen neuen Baustein des Immunsystems, das lösliche CD83-Molekül, zu identifizieren, das in der Lage ist, für den Körper gefährliche Immunreaktionen zu blockieren“, erklärt Steinkasserer.

Mit Hilfe dieses Moleküls ist die Arbeitsgruppe um Frau Dr. Elisabeth Zinser und Prof. Steinkasserer nun in der Lage, zunächst im Tiermodell, Autoimmunerkrankungen wie die Colitis und die Multiple Sklerose zu hemmen.

Darüber hinaus haben man in Zusammenarbeit mit einer Arbeitsgruppe an der University of Western Ontario in Kanada zeigen können, dass das lösliche CD83-Molekül auch die Abstoßung von Herztransplantaten verhindere.

„Diese bahnbrechenden Ergebnisse konnten in hochrangigen, wissenschaftlichen Zeitschriften veröffentlicht werden“, so Prof. Steinkasserer.

Das sei eine Grundvoraussetzung, um weitere Forschungsgelder u.a. von der Deutschen Forschungsgemeinschaft einzuwerben.

In Zusammenarbeit mit einer Biotech-Firma in den USA stehen nun weitere präklinische Untersuchungen an, die mittelfristig eine erste klinische Studie am Patienten ermöglichen sollen.

„In den kommenden Jahren müssen aber noch weitreichende, sowohl kosten- als auch arbeitsintensive Studien durchgeführt werden, bevor diese Forschungsergebnisse zu einem zugelassenen Medikament führen könnten“, unterstreicht Prof. Steinkasserer.




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