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Artikel vom 31. Juli 2012

Ebner: „Die Regierung macht Kassa mit den Renten“

„Was für die Staatskassen zweifelsohne positiv ist, entpuppt sich für viele Bürger als ein Alptraum. Man denke nur an die sogenannten ‚Esodati‘, für die weder das INPS, noch die Regierung genaue Zahlen vorlegen kann“, kommentiert Alfred Ebner von der Gewerkschaft Agb/Cgil die neuesten Daten des INPS zu den Rentenanträgen in Südtirol in den ersten sechs Monaten des laufenden Jahres.

Alfred Ebner

Alfred Ebner - Foto: DLife/lo - Foto: D

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Sicher sei bisher nur, dass 120.000 Menschen heute ohne Gehalt und ohne Rente dastünden.

„Diese Zahlen sind allerdings nur die Spitze des Eisberges, denn in den kommenden Jahren riskieren weitere Arbeitnehmer aus dem selben Grund ins soziale Abseits getrieben zu werden“, so der Gewerkschaftsvertreter.

Dabei handle es sich um Personen, die nach vielen Arbeitsjahren dem Staat vertraut hätten und für die urplötzlich das Rentenalter radikal angehoben worden sei.

„Daher ist es kein Zufall, dass die Gewerkschaften eine sofortige Regelung für alle Betroffenen verlangen. Aber auch unter den noch Beschäftigten steigt die Verunsicherung. Die Lohnausgleichskasse ist im Steigen, die Arbeitsmarktreform erleichtert Entlassungen und die Schwierigkeiten auf dem Arbeitsmarkt aufgrund der anhaltenden Rezession bereitet besonders den älteren Arbeitnehmern zusehends Sorgen. Mit der Rentenreform müssen viele Menschen nicht nur einige Monate länger arbeiten, sondern mehrere Jahre, bevor sie die Rente beantragen können“, kritisiert Ebner.

Dabei sei für viele von ihnen die Rente bereits in greifbarer Nähe gewesen.

Da viele Wirtschaftsbereiche und viele Betriebe eine schwere Krise durchlebten, riskierten viele ältere Bedienstete nach einem arbeitsreichen Leben und nach dem Ablaufen der sozialen Abfederungsmaßnahmen, deren Dauer nebenbei in den nächsten Jahren noch gekürzt werde, auf Sozialhilfe angewiesen zu sein.

„Daher hat die Gewerkschaft keine Absicht auf diesem Gebiet nachzugeben, denn auch nach vielen Monaten fehlt immer noch die von der Regierung angekündigte gerechte Lastenverteilung beim Schuldenabbau. Es sind die Bediensteten und die Rentner die für die Fehler der Politik und die Habgier der Finanzmärkte gerade stehen müssen. Unsere Forderungen stehen auch weiterhin unbeantwortet im Raum und die bereits angekündigten Kampfmaßnahmen lassen wenig Spielraum für einen, aus gewerkschaftlicher Sicht, ruhigen Herbst“, so Ebner abschließend.