Fall SEL-Direktor Rainer: Heute wird Entscheidung erwartet
Allerorten auf eine Mauer des Schweigens prallte man am Sonntag, wenn die Sprache auf SEL-Generaldirektor Maximilian Rainer kam. Heute wird sich sowohl die Landesregierung als auch die Parteileitung der SVP mit dem juridisch wie politisch brenzligen Fall des SEL-Managers befassen.
Als Marschrichtung innerhalb der SVP scheint sich folgendes Szenario abzuzeichnen: Sollte sich Maximilian Rainer für die Dauer der Ermittlungen der Staatsanwaltschaft nicht selbst von seinem Amt suspendieren, soll der Druck auf SEL-Präsident Klaus Stocker erhöht werden, auf dass dieser seinen ranghöchsten Angestellten suspendiert.
Weder Stocker noch Energielandesrat Michl Laimer waren am Sonntag für eine Stellungnahme erreichbar.
Innerhalb der Landesregierung herrscht aber keine Einigkeit über das Vorgehen in dieser kniffligen Angelegenheit.
Während Landesrat Michl Laimer dem SEL-Direktor nahegelegt hat, sein Amt ruhend zu stellen, will Landeshauptmann Luis Durnwalder keine vorschnellen Schlüsse ziehen. „Ich möchte gerichtlichen Ermittlungen nicht vorgreifen, sondern deren Ergebnis abwarten. Es geht nicht an, jemanden von vornherein schuldig zu sprechen. Allerdings muss ich auch sagen, dass es hilfreich gewesen wäre, wenn Rainer diese Sachen, die er jetzt gesagt hat, bereits vor drei Wochen gesagt hätte“, so Durnwalder.
Die Gangart in der Brennerstraße ist im Fall Rainer eine härtere. Neben Obmann Richard Theiner tritt auch Parteisekretär Philipp Achammer dafür ein, dass Maximilian Rainer das Amt ruhen lassen solle.