Samstag, 04. Februar 2012
23. September 2010
Hans Heiss und Riccardo dello Sbarba © 2010 Hans Heiss und Riccardo dello Sbarba Hans Heiss und Riccardo dello Sbarba © 2010 D Hans Heiss und Riccardo dello Sbarba
Lokal

Grüne: "Kompromiss im Schilderstreit weist nach vorne"

Für die Grünen ist das Protokoll zwischen Staat und Land im Schilderstreit „eine vernünftige Ausgangsbasis, nicht weniger und nicht mehr.“

Dass ihn ‚Südtiroler Freiheit’ und ‚Unitalia’ gleichermaßen angreifen würden, sei ein wichtiger Qualitäts-Beweis, schreiben die Grünen in einer Aussendung.

Werde der Kompromiss maßvoll und weitherzig zugunsten einer moderaten Zwei- oder Dreisprachigkeit interpretiert, könne er zur Lösung der Ortsnamenfrage beitragen.

„Andernfalls wird der Streit das Klima zwischen den Sprachgruppen weiter vergiften und bindet große Energien, die anderweitig besser gebraucht würden“, so Hans Heiss und Riccardo dello Sbarba.

Wie die Kommission das Prinzips der Gebräuchlichkeit anwenden wolle, sei noch offen.

„Es ist absehbar, dass bei den Mikrotoponymen, für die es niemals eine Übersetzung gegeben hat oder deren künstliche Übersetzungen längst vergessen sind, die ‚historische‘ Bezeichnung überwiegen wird. Für Namen hingegen, die mehrsprachig im Gebrauch sind, ist es wünschenswert, dass die Mehrsprachigkeit erhalten bleibt“, so die Landtagsabgeordneten.

Man hoffe, dass die neu unterzeichnete Vereinbarung eine neue Phase einleite, in der die Frage der Ortsnamen im Geist des Autonomiestatuts gelöst werde.

„Das Statut zielt auf den Respekt der verschiedenen Sprachen, die in diesem Land existieren und setzt auf das Prinzip der Parität, wenn über ‚sensible‘ Themen des Zusammenlebens diskutiert wird“, so die Grünen.




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