Werbung - Redaktion - Mittwoch, 23. Mai 2012
08. Februar 2012
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Lokal

Landtag vereint in der Forderung um Beitrag für Kreisky-Archiv

Die Grünen forderten am Mittwoch eine finanzielle Unterstützung des Bruno Kreisky-Archivs und gleichzeitig die Anregung zu einschlägigen Südtirol-Forschungen in diesem Archiv. Die Unterstützung und Sichtung der Südtirol-Dokumente laufe bereits, meinte dazu die Kulturlandesrätin Sabina Kasslatter Mur.

 Kreisky habe als österreichischer Außenminister viel Bewegung in die Südtirolpolitik und die Frage erfolgreich vor die UNO gebracht, erklärte Hans Heiss am Mittwoch. Kreisky habe mit Saragat ein wichtiges Abkommen erreicht, das die Vorform für die spätere Autonomielösung war. In seinem Archiv würden sich wichtige Dokumente zur Südtiroler Zeitgeschichte befinden, die man auswerten sollte, ist Heiss der Meinung.

In dieselbe Kerbe schlug auch Eva Klotz von der Süd-Tiroler Freiheit.  Kreisky sei für Südtirol eine sehr wichtige Persönlichkeit. Kreisky habe die Südtirolfrage vor die UNO gebracht. Das Kreisky-Archiv sei sicher eine Fundgrube für alle, die politisch und historisch interessiert seien, meinte Klotz unterstützend.

Pius Leitner von den Freiheitlichen fand es schön, wenn Südtirol dem Vaterland auch einmal etwas zurückgeben könne. Kreisky habe sich später verbittert von Südtirol abgewandt, als man seine Vorschläge abgelehnt habe; das liege am damaligen Südtiroler System und dem Umstand, dass Kreisky bei der falschen Partei war, ist Leitner überzeugt.

Anerkennung für Kreisky

 

Wenn man die Rede Kreiskys vor der UNO gelesen habe, könne man nur begeistert sein, erklärte SVP-Fraktionsvorsitzender Elmar Pichler Rolle. Es sei ein großartiges Zeichen, wenn Österreich für das Vorhaben zwei Arbeitsplätze einrichte. Es wäre eine gute Geste, wenn Südtirol z.B. einen davon finanzieren könnte und wäre eine Geste des Dankes an Österreich und der Anerkennung für Bruno Kreisky.

„Lernen Sie Geschichte!”, sei ein bekannter Ausspruch von Kreisky gewesen, bemerkte Sven Knoll (STF). Nun habe man eine weitere Gelegenheit dazu. Er zitierte ein Spiegel-Interview, in dem sich Kreisky für die Unabhängigkeit ausgesprochen hat. Kreisky habe auch gesagt, dass nichts endgültig sei, und habe sich verwundert gezeigt, dass in Bozen noch Mussolini-Denkmäler stehen.

Sie sei bei der Jubiläumsfeier des Archivs in Wien voriges Jahr dabei gewesen, erklärte Landesrätin Sabina Kasslatter Mur, damals sei für heuer ein Beitrag von 40.000 Euro vereinbart worden. Dieser sei mit einem Auftrag verbunden, der die Sichtung des Materials mit Südtirolbezug umfasse.

Der Antrag wurde bei einer Enthaltung (Donato Seppi) angenommen.




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