Die SVP bekäme laut einer Meinungsumfrage des Linzer Meinungsforschungsinstituts „Market“, durchgeführt im Auftrag der Tageszeitung „Dolomiten“, bei Landtagswahlen derzeit nur 44 Prozent der Stimmen.
Damit würden nur mehr 16 Edelweiß-Abgeordnete im Landtag sitzen, die SVP hätte im Landtag keine absolute Mehrheit mehr, zumindest mit dem derzeitigen Wahlgesetz.
Nur mit einem neuen Wahlgesetz (nach dem D'Hondt-System) könnte die SVP selbst mit 44 Prozent der Stimmen 18 Abgeordnete im Landtag stellen und damit ihre Mehrheit retten.
Großer Gewinner einer Landtagswahl wären derzeit die Freiheitlichen. Sie kämen laut der „market“-Umfrage für die „Dolomiten“ (Freitag-Ausgabe) auf 21 Prozent und damit auf acht Sitze im Landtag (derzeit fünf); davon wäre eines ein Restmandat.
Der SVP-Koalitionspartner PD käme auf rund sechs Prozent und zwei Mandate.
Die Süd-Tiroler Freiheit von Eva Klotz könnte von 4,9 auf sieben Prozent zulegen, was einen weiteren Abgeordneten im Landtag bringen würde.
Zulegen würden auch die Grünen, die ebenfalls auf sieben Prozent kämen; die Partei könnte damit drei Vertreter in den Landtag schicken.
Der PdL würde von derzeit 8,3 Prozent auf sechs Prozent fallen. Würde jetzt gewählt, wäre das Mandat von Alessandro Urzí (FLI) ungewiss.
Andreas Pöder (Bürgerunion), Elena Artioli (Lega Nord) und Donato Seppi (Unitalia) würden um den Restplatz im Landtag kämpfen.
Durchgeführt wurde die telefonische Befragung von 1252 Südtirolern aller Sprachgruppen Anfang Dezember.