Werbung - Redaktion - Mittwoch, 23. Mai 2012
10. Februar 2012
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Lokal

Modell Südtirol für Serben im Kosovo: Serbische Zeitung befragt Durnwalder

Der Minderheitenschutz, die Säulen des friedlichen Zusammenlebens und die Autonomie als Wohlstandsmotor: "Nedeljnik", die größte Wochenzeitschrift Serbiens, hat Südtirol als Modell für die im Kosovo lebenden Serben entdeckt und dazu ein ausführliches Interview mit Landeshauptmann Luis Durnwalder geführt, das nun erschienen ist.

Unter dem Titel "Autonomie und wirtschaftlicher Aufschwung sichern die Identität" widmet "Nedeljnik" dem Thema Südtirol eine ganze Doppelseite, auf der sich der Rom-Korrespondent der Zeitschrift, Zeljko Pantelic, mit der historischen Entwicklung der Autonomie, deren internationaler Absicherung und den Beziehungen zwischen Rom und Wien befasst.

Im Gespräch mit dem Landeshauptmann ging es um die Säulen des friedlichen Zusammenlebens, die Aufgaben von Landtag und Landesregierung sowie den Ausgleich zwischen den Sprachgruppen.

Pantelic kommt zum Schluss, dass das Modell Südtirol Ansätze zur Lösung des Nationalitätenkonflikts im Kosovo biete.

Aus Sicht der Belgrader Zeitschrift geht's dabei in erster Linie um die serbische Minderheit, die vor allem im Norden des Kosovo lebt.

Groß war das Interesse an den Instrumenten zum Schutz der Identitäten verschiedener Volksgruppen.

Durnwalder unterstrich die Bedeutung einer Autonomie in Gesetzgebung und Verwaltung, die es ermögliche, Probleme vor Ort zu lösen und die Grundlagen für einen wirtschaftlichen Aufschwung zu schaffen.

Zudem sei es wichtig, dass die Zuständigkeiten über all jene Bereiche, die die kulturelle Identität einer Volksgruppe betreffen, in deren Händen liegen.




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