Rudolf Stocker: Bin weder versteckter Gesellschafter noch Hintermann
Rudolf Stocker, Bruder des zurückgetretenen SEL-Präsidenten Klaus Stocker, hat am heutigen Dienstag in Zusammenhang mit der Berichterstattung zur “Stein und Stein Italia GmbH“ öffentlich Stellung bezogen.
„Ich dementiere auf das Entschiedenste, versteckter Gesellschafter oder Hintermann besagter Gesellschaft zu sein. Ich habe hat im Zuge einer Optionsabsprache, zu einem späteren Zeitpunkt in die ‚Stein und Stein Italia GmbH‘ eintreten zu können, transparent und nachvollziehbar für eine Finanzierung der Gesellschaft gesorgt. Ich unterstreiche weiter, dass mein Bruder Klaus Stocker in keinster Weise am gegenständlichen Geschäftsvorfall beteiligt ist und dass er darüber hinaus mit demselben keinerlei Geschäftsbeziehungen unterhält. Dieser war auch niemals Partner der Kanzlei und hält auch an der gemeinsamen Dienstleistungsgesellschaft keine Beteiligung mehr“, schreibt Rudolf Stocker in einer Stellungnahme an die Medien.
Stocker und Pircher haben Bürgschaften geleistet
Rudi Stocker und der am heutigen Dienstag zurückgetretene SEL-Aufsichtsratschef Franz Pircher haben Bürgschaften in Höhe von 700.000 Euro für Darlehen zum Kauf des Kraftwerks Mittewald für die "Stein an Stein" geleistet - ein Werk, dessen Kauf die SEL zuvor abgelehnt hatte.
Auf Vermittlung von SEL-Generaldirektor Max Rainer kaufte dessen Wiener Bekannte Petra Windt das zuvor von der SEL als „uninteressant“ abgelehnte Kraftwerk Mittewald.
Formell halten Windt 70 und die Lienzer Beteiligungsberatung (EVB) 30 Prozent des Werkes, das jährlich 560.000 Euro abwerfen soll – und das auf 30 Jahre.
„Nicht zuletzt aufgrund der Bürgschaften von Stocker und Pircher ergaben unsere Ermittlungen aber, dass Windt und EVB keine echten Gesellschafter sind“, so der Bozner Staatsanwalt Guido Rispoli.
Sie saßen weder am Verhandlungstisch, noch investierten sie Geld in die Gesellschaft. Zudem verfügt Berater Paul Schweitzer über eine hundertprozentige Vollmacht über die „Stein an Stein Italia“.
Derzeit haben die Ermittler aber „noch keinen Beweis dafür, dass die Gesellschafter, für welche Windt und EVB stehen, Stocker und Pircher sind“.