Der nächste Landeshauptmann könnte eine „handfeste Überraschung“ werden. Das finden zumindest die Einbringer einer Resolution, wonach der Spitzenkandidat für die Landtagswahl 2013 bei landesweiten Vorwahlen ermittelt werden soll.
Der Terlaner Bürgermeister Klaus Runer, der Erstunterzeichner der Resolution, zeigt sich gegenüber der Tageszeitung „Dolomiten“ überzeugt, dass die Landesversammlung am 24. März in Meran dieser mit großer Mehrheit der Resolution zustimmen werde.
Schon bei der Ortsobleute-Konferenz Ende Jänner in Brixen sprachen sich diese dafür aus, dass der Spitzenkandidat für die Landtagswahl, also der künftige Landeshauptmann, bei breiten Vorwahlen gekürt werden solle.
Er sei zutiefst überzeugt, dass die Mehrheit der Ortsobleute, der SVP-Mitglieder und der Wähler Vorwahlen wollen, sagte Runer den „Dolomiten“.
Und das habe die Landesversammlung bereits einmal so beschlossen, erinnert Elmar Pichler Rolle, der wie Arnold Schuler, Sepp Noggler, Gemeindenverbandschef Arno Kompatscher und hds-Direktor Dieter Steger die Resolution mitunterzeichnet hat.
Damals, 2009 mit der Statutenreform noch unter seiner Obmannschaft, habe die Landesversammlung beschlossen, dass Vorwahlen für alle Wahlen bindend seien, bei denen der Wähler keine Vorzugsstimmen vergeben könne.
„Und das ist gewissermaßen beim Landeshauptmann der Fall, wenn nur mehr ein Kandidat ins Rennen geht. Dann sind Vorwahlen die logische Konsequenz aus diesem Grundsatzbeschluss“, erklärt Elmar Pichler Rolle.
Der bei Vorwahlen ermittelte Kandidat könne laut Runer eine „ganz große Überraschung“, bei einer Basiswahl sei alles offen.