Die SVP hat ein Gutachten über die Doppelstaatsbürgerschaft in Auftrag gegeben. Wer dieses ausarbeitet, bleibt vorerst ein gut gehütetes Geheimnis der Partei.
Das Gutachten sei in Auftrag gegeben worden, damit nicht (mehr) ins Blaue diskutiert werde, erklärte SVP-Obmann Richard Theiner im „TT“-Interview.
Die Doppelstaatsbürgerschaft bleibe „nach wie vor ein politisches Ziel für die SVP“, bekräftigte er. Damit solle unter anderem die Verbundenheit mit Österreich symbolisiert werden.
Bereits am Montag hatte ein Treffen mit Vertretern der ÖVP Nordtirols, darunter mit Landeshauptmann Günther Platter, stattgefunden. Diese Zusammenkünfte wollen die beiden Parteien nun intensivieren.
„Wir streben die Doppelstaatsbürgerschaft an, nicht die Abtrennung von Italien“
Beim nächsten Treffen sei der Doppelpass ein Thema, kündigte Theiner an. Er warnte jedoch davor, die geforderte Doppelstaatsbürgerschaft falsch zu interpretieren.
„Das heißt nicht, dass wir weg von Italien wollen, wir wollen keine Grenzen verschieben oder neue aufbauen“, so der SVP-Obmann. Man strebe die Doppelstaatsbürgerschaft an, nicht die Abtrennung von Italien.
Immerhin sei die Südtirol-Autonomie weltweit ein Vorbild für viele andere Länder und Regionen.
Ein weiteres Ziel der SVP sei die Verankerung der Schutzmachtklausel in der Präambel der österreichischen Verfassung, so Theiner.
Hierin erhält er tatkräftige Unterstützung von ÖVP-Südtirolsprecher Hermann Gahr. Dieser betonte, dass auch der Südtirol-Unterausschuss im österreichischen Parlament die Frage der Doppelstaatsbürgerschaft rechtlich klären lasse.
stol

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