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Artikel vom Mittwoch, 11. Januar 2017

SVP-Mitglieder werden immer weniger

Wie viele Mitglieder die Südtiroler Volkspartei aktuell hat, darauf will sich derzeit niemand so recht festlegen. In der Brennerstraße gibt man sich diesbezüglich jedenfalls zugeknöpft. Fakt ist, dass die Zahl in den vergangenen Jahren rapide gesunken ist. Das Tagblatt "Dolomiten" versucht in der Mittwochausgabe, genaue Zahlen auszuforschen.

In Sachen Mitgliederzahl sieht es düster aus bei der SVP.

In Sachen Mitgliederzahl sieht es düster aus bei der SVP. - Foto: D

1990 hatten noch über 80.000 Südtiroler ein Mitgliedskärtchen mit dem Edelweiß. Mittlerweile sollen es noch knapp über 30.000 sein. Aber auch diese Zahl ist für viele noch zu optimistisch angesetzt.

Noch vor wenigen Tagen hatte SVP-Obmann Philipp Achammer gemeint, Ziel sei es, 40.000 Mitglieder zu konsolidieren. Das dürfte allerdings sehr schwierig werden, denn davon ist das Edelweiß derzeit weit entfernt.

Um die SVP-Mitgliederzahlen wird zurzeit Geheimniskrämerei betrieben. Den „Dolomiten“ wurde versprochen, innerhalb Dienstag die Zahl der SVP-Mitglieder des Jahres 2016 zu liefern, aufgelistet nach Bezirken – und dazu einen Vergleich dieser Zahlen mit 2015, doch es blieb beim Versprechen.

Aus dem SVP-Sekretariat hieß es noch am 4. Jänner, die Volkspartei hätte zwischen 37.000 und 38.000 Mitglieder. Doch diese Zahlen dürften wohl deutlich zu hoch sein. Denn aus der Auflistung, die ein SVP-Bezirkschef vor einigen Tagen den „Dolomiten“ zukommen ließ und die aus der SVP-Zentrale stammt, geht hervor, dass die SVP im Dezember 2016 genau 33.500 Mitglieder hatte.

Dass auch diese Zahl noch zu hoch ist, betont ein anderer Bezirkschef, der meint: Die Zahlen seien zum Teil „gefaked“.

Duregger: "Abschluss der Mitgliederversammlung verzögert sich"

"In Folge der erst im November stattgefundenen Ortsausschusswahlen und durch die ebenso im November wiederaufgenommene Zusammenarbeit mit dem SVP Bezirk Wipptal verzögerte sich der Abschluss der Mitgliedersammlung 2016", reagiert SVP-Landessekretär Gerhard Duregger am Mittwochvormittag.

Die Erhebung der definitiven Mitgliederzahl 2016 mit der Zuweisung der Stimmrechte durch die Parteileitung würden Ende Jänner abgeschlossen. Die in den Medien kolportierten Zahlen würden deshalb keineswegs dem endgültigen Mitgliederstand entsprechen, meinte Gerhard Duregger abschließend.

Den vollständigen Artikel und alle Hintergründe gibt es in der aktuellen Ausgabe des Tagblatts "Dolomiten".

Klaudia Verdross, Meran

Dann ist es bei der SVP so wie bei der CDU. Beide Parteien verlieren immer mehr Stimmen wegen ihrer korrupten EU- Politik. Die nächsten Wahlen werden wohl die Freiheitlichen gewinnen.

11.01.2017 22:20 Uhr

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Josef Troger, Leifers

Die ganzen Skandale, der letzten Regierungsperiode, sowie die daran beteiligten Mitglieder, die immer noch auf den Regierungsbänken sitzen, könnte wohl der Hauptgrund sein. Ein "Neuanfang" sieht wohl anders aus ? Die Zeiten sind vorbei, dass mit der Einladung vom Bischof, alles wieder ins Lot zu bringen......

11.01.2017 12:37 Uhr

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2 Kommentare