Startseite » Politik im Überblick » Lokal

Artikel vom 12. Mai 2011

"Sozialdemokrat" Andreas Pöder: Neustart mit BürgerUnion

Wäre Andreas Pöder deutscher Staatsbürger, wäre er Sozialdemokrat. Das sagte er am Donnerstag von sich selbst. Der einstige patriotische Mitstreiter von Eva Klotz definiert sich und seine Partei neu. Seit heute gibt es die Union für Südtirol nicht mehr. Sie heißt nun BürgerUnion - und will anders sein.

Andreas Pöder startet mit BürgerUnion neu durch - Foto: D

Das Logo der BürgerUnion

Sie ist gemeinsam mit Andreas Pöder Sprecherin der BürgerUnion: Josefa Brugger

"Sozialdemokrat" Andreas Pöder: Neustart mit BürgerUnion

Andreas Pöder startet mit BürgerUnion neu durch

"Sozialdemokrat" Andreas Pöder: Neustart mit BürgerUnion
"Sozialdemokrat" Andreas Pöder: Neustart mit BürgerUnion

Das Logo der BürgerUnion

"Sozialdemokrat" Andreas Pöder: Neustart mit BürgerUnion
"Sozialdemokrat" Andreas Pöder: Neustart mit BürgerUnion

Sie ist gemeinsam mit Andreas Pöder Sprecherin der BürgerUnion: Josefa Brugger

Die Sozial- und Familienpolitik ist ihr „großes Thema“, sie fordert Gerechtigkeit für alle und will ab sofort als Partei der Mitte wahrgenommen werden.

Mit der Union für Südtirol verschwindet auch der Volkstumspolitiker Andreas Pöder: Er hat sich ab sofort der Sozialpolitik verschrieben, will neuer „Sozial-Sprecher“ sein.

Lange hatte er – gemeinsam mit seiner politischen Mitstreiterin Eva Klotz – die patriotische Bank besetzt. Dann kam der Bruch zwischen den einstigen politischen Weggefährten. Auf diesen folgte der Absturz der Union für Südtirol bei den Landtagswahlen 20008, später bei den Gemeinderatswahlen 2010.

Andreas Pöder meldet sich zurück

Seitdem ist es leise um den Landtagsabgeordneten Pöder geworden. Nun meldet er sich zurück: mit der BürgerUnion, die als Doppelspitze geführt wird und moderate Töne sprechen will.

Es sei – so Pöder – keine Neugründung, aber ein Neustart, um wieder Profil zu zeigen, von der Bevölkerung als eigenständige Partei mit eigenständigem Programm wahrgenommen zu werden.

„Wir wollen die Vergangenheit der Union für Südtirol nicht über Bord werfen. Im Gegenteil. Die Satzungen werden übernommen, auch das Parteiprogramm. Aber wir definieren uns neu. Unser großes Thema ist die Familien- und Sozialpolitik. Für diese wollen wir unsere Kräfte mobilisieren“, betonte Pöder auf der Pressekonferenz am Donnerstag.

Gemeinsam mit der Meranerin Josefa Brugger führt er die Partei als Sprecher an. Flankiert wird das Duo von den Teilsprechern Harald Grünbacher (Südtirol Ost), Dietmar Zwerger (Südtirol Mitte/Süden) und Roland Stauder (Südtirol West).

Bürgerunion will gegen das „Dracula-System“ ankämpfen

Das große Ziel der Partei: gegen das „Dracula-System“ ankämpfen, das Südtirols Bürger (finanziell) aussauge.

Der Plan: „Das Geld ist vorhanden, um Südtirols Familien finanziell unter die Arme zu greifen. Es muss nur eine Umverteilung stattfinden“, betonte Pöder, der gemeinsam mit seinen Mitstreitern nicht nur Gratis-Kindergärten, sondern auch eine Befreiung vom IRPEF-Zuschlag bei Gehältern bis zu 35.000 Euro fordert.

Außerdem plädiert die BürgerUnion für einen Rat der sozialen Gerechtigkeit, der – im Sinne der Familien – die Landesgesetze unter die Lupe nehmen soll.

Pöder ist überzeugt, dass er verstanden hat „was die Menschen brauchen und was sie wollen.“ Für sie will er vor allem (soziales) Sprachrohr sein, ein bisschen deutsche Sozialdemokratie in Südtirol Wirklichkeit werden lassen.

Er weiß aber auch: „Die Realität in Südtirol ist eine andere. In Deutschland wäre ich ein Sozialdemokrat, hier bin ich ein Mann der Mitte“.

Damit die BürgerUnion auch wirklich verstanden und wahrgenommen wird, will sie ab sofort vor allem das große Thema Sozial- und Familienpolitik besetzen. Alles andere könne warten, meinte Pöder.

Allerdings - bereits am Donnerstag deutete sich an, dass das geschärfte Profil bald wieder etwas verschwimmen, die thematische Einschränkung ein halbherziger Vorsatz bleiben könnte: Denn die neue Union will auch beim BBT, bei der direkten Demokratie, beim Ausverkauf der Heimat und – nicht zu vergessen – bei der Volkstumspolitik mitmischen.

Johanna Gasser

feinstaubmeran

Vom Saulus zum Paulus... Es ist halt nicht für alle der Lebensweg gleich gerade vorgezeichnet. Aber sich persönlich und menschlich weiterentwickeln wird Herr Pöder sich doch noch dürfen. Oder? Für mich sind die Taten wichtiger und daran werde ich ihn auch messen. Wie glaubwürdig er als >"linker" Vogel<, wie "gossopigal" es zu umschreiben pflegt, sein wird kann nur die Zukunft zeigen. Der umgekehrte Weg wäre für mich bedenklicher.

19.05.2011 09:52

Melden

gossopigal

@feinstaubmeran der herr pöder ist lächerlich. vom saulus zum paulus? "in Deutschland wäre ich ein Sozialdemokrat" - aha! Bis vor wenigen Jahren noch ein "Rechtsaußen" und Vorzeigepatriot, jetzt ein "linker" Vogel. Also, nochmal: LÄCHERLICH!

17.05.2011 16:09

Melden

feinstaubmeran

@ untermarke FDP = Klientel Partei, hat absolut nichts mit Sozialdemokratie gemein... Partei der besser verdienenden, Rechtsanwälte Zahnärzte, ... Schröder hat seinerzeit den Mut aufgebracht , die die Fehler der 16 Jahre Kohl Regierung zu revidieren, sonst hätte der .... Schröder gehörte dem rechten Flügel der SPD an und war innerhalb der SPD immer umstritten. Die CDU - Merkel- hat bisher (6 Jahre) versäumt Harz 4, 1 Euro u.s.w. zu überarbeiten...Warum wohl? Die soziale Hängematte ist sicherlich höher als in Italien und stößt an ihre Grenzen. Die Sozialpolitik in Südtirol sollte sich durchaus an Vorbildern im deutschen Sprachraum orientieren... Denn warum denkst du sind die Löhne in Südtirol für Arbeiter so gering? U.a. weil es hier keine sozialdemokratisch ausgerichtete Partei gibt, dadurch die Gewerkschaften schwach sind...

14.05.2011 06:39

Melden

untermarke

Unter Bundeskanzler Schröder SPD, ist in Deutschland die Sozialdemokratie, an die Wand gefahren worden. Mit Harz IV und den Ein-Euro-Shop, ein Schlag ins Gesicht für jeden Arbeiter und Angestellten der unverschuldet seine Arbeit verliert!!!!!Die größte soziale Ungerechtigkeit, wenn jemand keine Arbeit bekommt!! Heute mit der FDP in der Regierung, die den Gastwirten ein milliardenschweres Steuergeschenk nach den Wahlen gemacht hat... Die deutsche Sozialpolitik, soll uns ein Vorbild sein?????? Sicher auch bei uns, lässt die Sozialvertretung zu wünschen übrig.

13.05.2011 13:19

Melden

feinstaubmeran

...und ohne Einkommen kein Auskommen. Somit auch keine politische Tätigkeit! Ich urteile nach hundert Tagen...die Idee und was daraus geworden ist. Worthülsen oder Taten.

13.05.2011 09:38

Melden

pupps

hhmmmm....des isch lei um den Pöder a einkommen zu sichern....

12.05.2011 18:39

Melden

feinstaubmeran

Was ist lächerlich? Der Kommentar ? Der Name der neuen Partei? Das Programm...? Die Ziele...? Fakt ist dass es in Südtirol keine Gruppierung gibt, die dass sozialdemokratische Feld, so wie die SPD in Deutschland, ausfüllt Mitte Links ist eindeutig unterbesetzt. Aber das ist traurig - nicht lächerlich!

12.05.2011 17:36

Melden

gossopigal

lächerlich.

12.05.2011 14:13

Melden

8 Kommentare