Die Bewegung „Süd-Tiroler Freiheit“ zeigt sich empört darüber, dass die Staatsanwaltschaft die Archivierung des Falles „Rock the Lahn“ beantragt hat.
Wie berichtet, kam es im Juni 2009 am Rande des „Rock the Lahn“-Konzertes zu Auseinandersetzungen. Drei verhaftete Jugendliche und sechs verletzte Carabinieri waren die Folge.
Sven Knoll von der „Süd-Tiroler Freiheit“, der damals eine Eingabe bei der Bozner Staatsanwalt gemacht hatte, sprach darin von „wahllosen Verhaftungen“ und von „schweren Misshandlungen in der Kaserne“ vonseiten der Carabinieri.
„Obgleich die Jugendlichen Anzeige erstattet haben und Beweismittel vorliegen, hat die Staatsanwaltschaft nun die Archivierung des Falles beantragt. Die Argumentation des Staatsanwaltes, wonach die Namen der Opfer nicht bekannt seien, ist schlichtweg gelogen und spottet jeder Rechtsstaatlichkeit“, schreibt Knoll in einer Aussendung.
Es handle sich hierbei um ein „skandalöses Verhalten der Staatsanwaltschaft“, die sich schützend vor die Täter stelle. „Ein Verhalten, das so nicht hingenommen werden kann“, betont Knoll.
Er will am Mittwoch gemeinsam mit dem Anwalt der Jugendlichen auf einer Pressekonferenz nochmals Stellung zum Fall nehmen.

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