Wenig erfreut hat sich der Landtagsabgeordnete der „Süd-Tiroler Freiheit“, Sven Knoll, von der Haushaltsrede des Landeshauptmannes gezeigt. Sie sei „realitätsfremd“ und Luis Durnwalder „unfähig“ die Probleme des Landes zu lösen.
„Anstatt auf die konkreten Probleme einzugehen und Lösungsvorschläge auszuarbeiten, wird Schönfärberei betrieben und die Bevölkerung auf große Opfer eingeschworen, um Italien zu retten. Durnwalder führt der Bevölkerung damit vor Augen, dass man lieber mit dem sinkenden Schiff Italien untergeht, als endlich Verantwortung für Südtirol zu übernehmen und sich von Italien abzuspalten“, kritisiert Knoll.
Der Landtagsabgeordnete vermutet, dass die Haushaltrede bereits vor Wochen verfasst worden sei, da Durnwalder das mittlerweile gebrochene Mailänder Abkommen in den Himmel lobe. Knoll: „Durnwalders Haushaltsrede wurde somit längst von der bitteren Realität überholt.“
Skurril ist für Knoll auch der Titanic-Vergleich Durnwalders. Allen Ernstes werde vom Landeshauptmann verlangt, das „sinkende Schiff Italien“ nicht zu verlassen.
„Durnwalder sollte wissen, dass die Titanic – so wie heute Italien – nicht mehr zu retten war, viele Menschen hätten jedoch gerettet werden können, wenn sie sich rechtzeitig auf die Rettungsboote begeben hätten.“
Damit seien die Zukunftsaussichten Südtirols jedoch klar: „Die Devise lautet, mit Italien untergehen“, so Knoll, der eine entsprechende Karikatur mit dem Titel "Titanic Italia" seiner Presseaussendung angehängt hat (siehe Bild unten).