Die Landesregierung will sich in den kommenden Wochen und Monaten verstärkt auf die wirtschaftliche Entwicklung in Südtirol konzentrieren, um Arbeitsplätze zu sichern.
“Ich habe Angst, dass wir die Vollbeschäftigung in Südtirol nicht mehr aufrecht erhalten können”, betonte Landeshauptmann Luis Durnwalder am Montag. Die Jugendarbeitslosigkeit liege bereits über dem Durchschnitt.
"Wenn wir nicht wollen, dass uns diese Entwicklung mit nach unten reißt, dann müssen wir geeignete Gegenmaßnahmen treffen", so der Landeshauptmann.
Die Krise betreffe viele Länder in Europa und auch Italien, die Auswirkungen seien bereits ersichtlich. In der Bozner Industriezone gebe es mehrere Betriebe, die in der Krise seien, zudem stünden in Bozen Süd, aber auch in Meran, Brixen oder Bruneck zig Betriebsgebäude leer.
Deshalb werde die Landesregierung versuchen, für leerstehende Flächen im ganzen Land Firmen, auch aus dem Ausland, zu finden.
Allerdings habe man bisher feststellen müssen, dass der Appetit, sich in Südtirol niederzulassen, gar nicht so groß sei, so der Landeshauptmann.
Die Landesregierung wolle, zusammen mit der Uni Bozen und der Handelskammer, schnell reagieren, um konkrete Programme auszuarbeiten, denn es gebe Handlungsbedarf.
"Eine schnelle Lösung dieses Problems gibt es aber nicht, schließlich können wir Betriebe nicht einfach aus dem Ärmel schütteln", so Landeshauptmann Durnwalder.