Startseite » Politik im Überblick » Lokal

Artikel vom 04. Juli 2012

Widmann: „Zeit der heiligen Kühe in Südtirol ist vorbei“

Die Regierung in Rom nimmt mit der so genannten „Spending Review“ ihre Ausgaben unter die Lupe und will die Kosten der öffentlichen Verwaltung drastisch senken.

Thomas Widmann
weitersagen drucken

Landesrat Thomas Widmann, in der Landesregierung für das Wirtschafts- und Personalressort zuständig, betont, dass Südtirol zwar mit allen Mitteln seine Zuständigkeiten gegen das römische Spardiktat verteidigen, aber dennoch seine Ausgaben überprüfen müsse.

„Auch in Südtirol darf es in der öffentlichen Verwaltung keine heiligen Kühe mehr geben. Wo gespart werden kann, muss auch gespart werden“, so der Landesrat.

Allerdings: Der rigide Sparkurs der Regierung geht ihm dann doch zu weit:  „Die Landesregierung wehrt sich bereits in all den Bereichen, in denen die vom Autonomiestatut vorgegebenen Zuständigkeiten verletzt werden und wird das auch weiterhin tun. Außerdem tragen wir gerade durch das Mailänder Abkommen schon einen gehörigen Teil zur Haushaltssanierung bei und deshalb muss der Regierung in Rom klar sein, dass wir im Rahmen der ‚Spending Review’ über aufoktroyierte Kürzungen am Landeshaushalt nicht noch ein weiteres Mal zur Kasse bitten lassen.“

Sparen: Kein Trend, sondern Notwendigkeit

Trotz dieser Ausgangslage betont Widmann, dass auch in Südtirol alle Ausgabenbereiche der öffentlichen Verwaltung überprüft werden müssten: „Es ist ja nicht nur die italienische Regierung, die den Sparstift angesetzt hat. Ganz Europa versucht, seine Haushalte zu stabilisieren und die Wettbewerbsfähigkeit wiederzuerlangen. Das ist kein Trend, sondern eine Notwendigkeit – auch für Südtirol.“

Es gehe nicht darum, sich zu Tode zu sparen, sondern Schwerpunkte zu setzen: „Wir müssen uns einfach darauf einstellen, dass wir künftig in der öffentlichen Verwaltung dieselben Leistungen mit weniger Sach-, aber auch mit weniger Personalaufwand erbringen müssen. Gekürzt werden darf nicht in allen Bereichen, aber es darf auch nicht sein, dass es heilige Kühe gibt, die nicht angetastet werden können.“

untermarke

09.07.2012 12:35

Mal sehen wie lange die fleißigen Leute das noch hinehmen.......

kielratte

05.07.2012 10:05

Geb euch recht, aber unsere schlauen Politiker haben leider noch lange nicht alle Hebel in Bewegung gesetzt, die ihnen zur Verfügung stehen um das jetzige System aufrecht zu erhalten und immer noch mehr hart verdientes Geld der Fleißigen an die faule, super reiche Elite umzuverteilen.

Die Besetzung des Staatschefs mit Monti als Banker, kommt da nicht von ungefähr.... :-/

federleser

04.07.2012 19:08

Bravo fibonatz und PeterTirol. So ist es!!! Leider!!!

PeterTirol

04.07.2012 17:51

an fibonatz: ganz nach dem Programm der "Bilderberger", die derartige Systeme fördert, diktiert und fallen lässt. "Alles was wir benötigen ist die eine, richtig große Krise und die Nationen werden die Neue Weltordnung akzeptieren" - so der Bilderberger David Rockefeller.

fibonatz

04.07.2012 17:35

Damit soll das offensichtlich kranke Finanzmodell, das Geld von den vielen fleißigen Menschen zu den wenigen Superreichen scheffelt, weiter aufrecht erhalten werden. Der große Finanzcrash wird höchstens noch ein paar Monate aufgeschoben. Die Finanzwelt diktiert den Politikern, die weltweit wie Hampelmänner agieren. Nicht von ungefähr haben wir jetzt einen Banker als Ministerpräsident.

5 Kommentare