Werbung - Redaktion - Mittwoch, 23. Mai 2012
23. Februar 2012
© 2012 APA/AP
Politik

Abschiebungen: Rom verurteilt

Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte hat Italien am Donnerstag wegen der Abschiebung von Migranten nach Libyen verurteilt.

Der Fall bezieht sich auf die Abschiebung von somalischen und eritreischen Migranten im Jahr 2009.

Dabei seien einige Bestimmungen der Menschenrechtskonvention missachtet worden, die unmenschliche Behandlungen, sowie Massenabschiebungen verbieten.

Am 6. Mai 2009 hatte die italienische Küstenwache in internationalen Gewässern 200 somalische und eritreische Migranten aufgegriffen und sie aufgrund eines Abkommens zwischen der damaligen Regierung von Silvio Berlusconi und dem verstorbenen libyschen Machthaber Muammar al-Gaddafi abgeschoben.

Italien wird jedem der Migranten, die beim Menschenrechtsgerichtshof Einspruch gegen Abschiebung eingereicht haben, 15.000 Euro als Entschädigung zahlen.




Hier können Sie den Artikel bewerten
 
On-Tour Fotos zum den Archiv