Werbung - Redaktion - Mittwoch, 23. Mai 2012
08. Februar 2012
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Politik

Anhebung des Pensionsalters erhält Priorität in der EU

Die Anhebung des gesetzlichen Pensionsantrittsalters wird immer mehr zu einem prioritären Thema auch in der EU.

Nachdem der schwedische Ministerpräsident Frederik Reinfeldt zuletzt mit der Aussage aufhorchen ließ, dass seine Landsleute erst mit 75 Jahren in Pension gehen könnten, will EU-Sozialkommissar Laszlo Andor nächste Woche ein Weißbuch für „angemessene, sichere und nachhaltige Pensionen“ präsentieren, indem eine Erhöhung um sieben Jahre bis 2060 als Möglichkeit genannt wird.

Laut „WirtschaftsBlatt“ heißt es in dem Entwurf des Papiers, es sei „dringender denn je“ sei, die Pensionssysteme an die wirtschaftlichen und demografischen Veränderungen anzupassen.

Bis 2060 könnte sich die Lebenserwartung um “fünf bis sieben Jahre„ erhöhen, das Pensionsalter sei “an den Zuwachs der Lebenserwartung anzupassen.

Gleichzeitig soll der Zugang zur Frühpensionen und anderen vorzeitigen Ausstiegsszenarien eingeschränkt werden, heißt es in Andors Papier.

Der Zugang zur “Hacklerregelung„ müsse beschränkt, die Übergangszeit für die Angleichung des gesetzlichen Pensionsalters von Männern und Frauen (bis 2033) reduziert werden. Die Bedingungen für die Invaliditätspension müssten strikt angewendet werden.

Nötig sei die Anpassung der Pensionen an das steigende Lebensalter, weil die Pensionssysteme für die in der Krise ohnehin klammen Staatsbudgets sonst unleistbar würden.

Schon heute kosten sie im EU-Schnitt gut zehn Prozent des BIP, für 2060 lauten die Prognosen ohne Reformen auf durchschnittlich 12,5 Prozent.

Durch die längere Lebensarbeitszeit könnten zudem Pensionskürzungen vermieden oder sogar ins Gegenteil verkehrt werden.

apa/dpa




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