Argentinien geht wegen Falklandinseln vor UN-Sicherheitsrat
In dem sich wieder zuspitzenden Streit um die Falklandinseln hat die argentinische Präsidentin Cristina Fernández de Kirchner Großbritannien eine Militarisierung des Südatlantiks vorgeworfen.
Ihr Land werde dagegen bei den Vereinten Nationen Protest einlegen, sagte sie am Dienstagabend in Buenos Aires.
Sie habe Außenminister Héctor Timerman angewiesen, entsprechende Beschwerden im Weltsicherheitsrat und in der Generalversammlung der UN vorzulegen.
Die Entsendung moderner britischer Kriegsschiffe zu den Falklandinseln stelle ein „großes Risiko für die internationale Sicherheit“ dar, sagte Kirchner.
Die Regierung in London hatte die Verlegung der „HMS Dauntless“, eines ihrer modernsten Kriegsschiffe, in die Gewässer um die Falklandinseln angekündigt. Nach britischen Medienberichten wurde auch ein Atom-U-Boot dorthin entsandt.
Argentinien erhebt Anspruch auf die Inselgruppe vor der südamerikanischen Küste, die seit 1833 britisch ist. 1982 hatten beide Länder einen Krieg um die Inseln geführt, bei dem fast 1000 Menschen ums Leben kamen.