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Artikel vom 07. August 2012

Assad will Aufständische weiter mit aller Härte bekämpfen

Der Iran hat sich im Syrien-Konflikt demonstrativ an die Seite des bedrängten syrischen Staatschefs Bashar al-Assad gestellt.

Bashar Assad(R) meeting with Secretary of Iranís Supreme National Security Council, Saeed Jalili

Bashar Assad (R) und Saeed Jalili - Foto: APA/EPA

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Teheran schickte am Dienstag seinen Gesandten Saeed Jalili zu Gesprächen mit Assad nach Damaskus. Jalili hob die enge Allianz beider Länder hervor, Assad kündigte laut Nachrichtenagentur SANA die Fortsetzung des Kampfes gegen die Rebellen an.

Seine Regierung werde weiter mit aller Härte gegen die Aufständischen vorgehen, zitierte die amtliche Nachrichtenagentur Assad, der in den vergangenen Tagen weitere Mitstreiter an die Opposition verlor, darunter Regierungschef Riyad Hijab.

„Das syrische Volk und seine Regierung sind entschlossen, das Land von den Terroristen zu säubern und den Terrorismus ohne Einhalt zu bekämpfen“, sagte Assad laut SANA. Das vom Fernsehen gezeigte Treffen mit Jalili war Assads erster öffentlicher Auftritt seit zwei Wochen.

Jalili sicherte Damaskus die Unterstützung Teherans zu. Syrien sei eine „unentbehrliche Säule“ des Widerstands gegen die USA und Israel in der Region. Teheran werde es „niemals zulassen, dass die Achse des Widerstands zerschlagen wird“.

Jalili ist der Beauftragte des geistlichen Oberhaupts des Iran, Ayatollah Ali Khamenei. Im Libanon hatte Jalili zuvor erklärt, der Konflikt müsse „nach demokratischen Regeln“ und „nicht mit Waffenlieferungen und Blutvergießen“ beigelegt werden.

Den USA warf er vor, die Region durch Waffenlieferungen an die syrischen Aufständischen zu destabilisieren.

Der Iran wird zunehmend in den syrischen Bürgerkrieg hineingezogen, nachdem am Samstag 48 Iraner von syrischen Rebellen entführt wurden.

Jalili betonte, Teheran werde „alle Mittel ausschöpfen“, die „Pilger“ zu befreien.

Laut der zur aufständischen Freien Syrischen Armee gehörenden Al-Baraa-Brigade, in deren Gewalt die Geiseln sind, sind sie dagegen iranische Elitesoldaten.

Der iranische Außenminister Ali Akbar Salehi wurde am Dienstagabend in Ankara erwartet. Sein Ministerium teilte mit, Salehi werde die türkische Regierung an ihre „Verantwortung“ für das Schicksal der Geiseln erinnern. Die Türkei unterstütze die Freie Syrische Armee, die sich zu der Geiselnahme bekannte.

Unterdessen erhöhten die syrischen Regierungstruppen in Aleppo den Druck auf die Aufständischen.

Im Kampf gegen die mit Panzern, Hubschraubern und Kampfflugzeugen vorrückende Armee geht ihnen nach Darstellung von Kommandeuren die Munition aus. Zusätzlich schränkten Scharfschützen die Beweglichkeit der Feinde Assads ein.

Aus der seit Wochen heftig umkämpften nördlichen Millionenstadt wurden Gefechte aus mehreren Vierteln gemeldet. Wie die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte in London mitteilte, nahm die Armee auch die Viertel Shaar, Sakhur und Katarji im Osten unter Beschuss.

Rebellen berichteten, die Luftwaffe habe mit Hubschraubern das östliche Viertel Hanano angegriffen. Erstmals gab es demnach auch Gefechte im nordwestlichen Stadtteil Ashrafiyeh.

Die US-Sektion der Menschenrechtsorganisation Amnesty International kam nach der Auswertung von Satellitenbildern zu dem Schluss, dass bei den Kämpfen in Wohngebieten Aleppos „vermehrt schwere Waffen zum Einsatz kommen“.

Amnesty warnte die Konfliktparteien, dass alle Angriffe auf die Bevölkerung „genauestens dokumentiert“ würden, sodass die Urheber „zur Rechenschaft gezogen“ werden könnten.

apa/afp/reuters