Sonntag, 12. Februar 2012
14. Dezember 2009
Mit dieser Replik des Mailänder Doms wurde Berlusconi geschlagen © 2009 Mit dieser Replik des Mailänder Doms wurde Berlusconi geschlagen Mit dieser Replik des Mailänder Doms wurde Berlusconi geschlagen © 2009 Mit dieser Replik des Mailänder Doms wurde Berlusconi geschlagen © 2009 © 2009 © 2009 © 2009 Mit dieser Replik des Mailänder Doms wurde Berlusconi geschlagen © 2009 APA/EPA Mit dieser Replik des Mailänder Doms wurde Berlusconi geschlagen Mit dieser Replik des Mailänder Doms wurde Berlusconi geschlagen © 2009 APA/EPA Mit dieser Replik des Mailänder Doms wurde Berlusconi geschlagen © 2009 APA/EPA © 2009 APA/EPA © 2009 APA/EPA © 2009 APA/AP
Politik

Berlusconi plagen starke Kopfschmerzen - Video online

Regierungschef Silvio Berlusconi, der am Sonntagabend nach einem tätlichen Angriff bei einer Parteiveranstaltung in Mailand im Gesicht verletzt wurde, hat mit starken Kopfschmerzen die Nacht in der Mailänder San Raffaele-Klinik verbracht.

Sofort nach Zeitungen verlangt

„Trotzdem hat er heute Morgen wie üblich nach den Zeitungen und der Presseschau gefragt“, berichtete Berlusconis Sprecher Paolo Bonaiuti im Gespräch mit der vom TV-Sender „Canale 5“ gesendeten Talk Show „Mattino 5“ am Montag. Bonaiuti bestätigte, dass der 73-jährige Premierminister voraussichtlich bis Dienstag im Krankenhaus bleiben wird.

Ein vermutlich psychisch kranker Mann hatte Berlusconi ein Souvenirmodell des Mailänder Doms ins Gesicht geworfen. Dabei wurde das Nasenbein des Premierministers angebrochen und zwei seiner Zähne beschädigt.

Eine Unterlippenverletzung musste zugenäht werden. Ein ärztliches Bulletin über den Zustand des Premierministers wird die San Raffaele-Klinik um 12.00 Uhr veröffentlichen.

Napolitano wünschte Berlusconi baldige Genesung

Im Krankenhaus erhielt Berlusconi am Montag einen Anruf von Staatschef Giorgio Napolitano, der ihm eine baldige Genesung wünschte. Sofort nach dem Angriff hatte Napolitano seine Solidarität mit dem verletzten Premierminister bekundet. Senatspräsident Renato Schifani kündigte einen Besuch in der Klinik an.

Der Angreifer Berlusconis, der 42-jährige Massimo T., verbrachte die Nacht unter Aufsicht in einer Zelle der Mailänder Strafanstalt San Vittore. Der Mann, der wegen psychischer Probleme in der Mailänder Poliklinik Behandlung stand, wurde am Sonntagabend lang vom Anti-Terrorismus-Staatsanwalt Armando Spataro verhört.

Vater des Täters rief im Krankenhaus an

Ihm wird vorsätzliche, schwere Körperverletzung vorgeworfen. T., der in der Firma seines Vaters als Grafiker arbeitete, hatte auch einen ätzenden Selbstverteidigungsspray eingesteckt. Der Vater des Angreifers, Alessandro T., rief am Sonntagabend in der Klinik an, in der Berlusconi behandelt wird. Er erklärte sich über die Geste seines Sohnes „konsterniert“.

Nach dem Angriff sollen die Sicherheitsvorkehrungen um den Ministerpräsidenten verschärft werden. Innenminister Roberto Maroni leitete am Montag in dem Hauptsitz der Mailänder Polizei ein Gipfeltreffen, um zu klären, warum die Sicherheitskräfte um Berlusconi den Angriff nicht verhindern konnten.

Facebook: 20.000 feiern Angriff

Dabei hatten die Geheimdienste wiederholt vor der Gefahr von Angriffen auf den Premierminister bei öffentlichen Veranstaltungen gewarnt. „Schon seit Tagen fühlte Berlusconi ein negatives Klima um sich“, meinte sein Sprecher Bonaiuti.

Auf Facebook feierten 20.000 Internet-Surfer den Angriff auf Berlusconi. Auf einer Seite ist ein Foto mit dem verletzten Berlusconi zu sehen und darunter der Text: „Danke Massimo T.!“. Andere Internet-Surfer hinterließen lobende Botschaften für den Angreifer: „T. sofort heilig!“, war unter anderem zu lesen.

Diese Botschaften wurden von Innenminister Roberto Maroni schwer verurteilt. „Man kann nicht erdulden, dass im Internet zum Mord an Politikern aufgehetzt wird“, betonte Berlusconi.




Hier können Sie den Artikel bewerten
 
 
On-Tour Fotos zum den Archiv