Regierungschef Silvio Berlusconi ist am Mittwochabend zu einem umstrittenen Privatbesuch mit dem russischen Ministerpräsidenten Wladimir Putin in Sankt Petersburg eingetroffen.
Berlusconi übernachtete in Putins Residenz am Waldaj-See. Am heutigen Donnerstag ist ein Dreiergespräch per Video mit dem türkischen Ministerpräsidenten Recep Tayyip Erdogan geplant. Dabei sollte es um die russisch-türkische Gas-Pipeline South Stream nach Westeuropa gehen, berichteten italienische Medien am Donnerstag.
Berlusconi plant in Sankt Petersburg ein Treffen mit russischen Oligarchen und Chefs großer Unternehmen. Kürzlich hat der italienische Autobauer Fiat zwei Abkommen mit dem russischen Landwirtschaftsmaschinenbauer Kamaz abgeschlossen.
Die Opposition in Rom kritisierte den Aufenthalt Berlusconis bei Putin als „Geheim-Reise“. Francesco Rutelli von der oppositionellen Demokratischen Partei (PD) kritisierte, dass die Visite in Italien nicht offiziell angekündigt wurde. Der italienische Außenminister Franco Frattini bestritt die Worte des Oppositionspolitiker.
„Es handelt sich nicht um eine Geheim-Reise, sondern um ein Treffen zwischen Freunden, bei dem es um außenpolitische und wirtschaftliche Themen geht“, sagte Frattini in einem TV-Interview am Donnerstag.
apa

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