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Artikel vom 03. August 2012

Berlusconi vor der Wiederauferstehung? – Noch macht er es spannend

Sang- und klanglos musste er abtreten, im Parlament ohne Mehrheit und umzingelt von Affären und Prozessen. Silvio Berlusconi ist aber nicht unterzukriegen. Jetzt könnte er erneut als Spitzenkandidat antreten.

Berlusconi von Missbrauchsvorwurf entlastet

Silvio Berlusconi - Foto: APA/AP

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Politisch Totgesagte leben länger. Mitte November 2011 musste Silvio Berlusconi den römischen Regierungspalast Chigi räumen.

Staatschef Giorgio Napolitano setzte den früheren EU-Kommissar Mario Monti als „Retter Italiens“ in der Finanz- und Schuldenkrise ein.

Für den „Cavaliere“, inzwischen 75 Jahre alt, schien die dritte Regierung Berlusconi endgültig die letzte gewesen zu sein.

Nun aber könnte der umstrittene konservative Mailänder wie ein Stehaufmännchen doch noch ein Comeback versuchen.

Die erste Kundgebung des erneuten Kandidaten Berlusconi vor den Parlamentswahlen steht zwar noch aus. Doch er weiß bereits, wie er frischen Wind in seine angeschlagene Partei PdL (Volk der Freiheit) bringen will: Neuer Name und neues Symbol.

Berlusconi warnte seine Energie und Hartnäckigkeit zu unterschätzen

Berlusconi möchte den Drachen steigen lassen, in Trikolore-Farben. Mit diesem Logo könnte er mit seinem Lager in die Parlamentswahlen im Frühjahr 2013 gehen.

Berlusconi müsste dann beweisen, dass richtig liegt, wer in der Vergangenheit immer wieder davor gewarnt hat, seine Energie und Hartnäckigkeit zu unterschätzen.

Eigentlich sollte sein „Kronprinz“ Angelino Alfano sein, wenn 2013 das Technokratenkabinett Mario Montis abtreten wird.

Doch Berlusconis derzeitige Partei „Volk der Freiheit“ sackte in den Umfragen dermaßen in den Keller, dass es nur einen möglichen Rettungsanker zu geben scheint. Eben Berlusconi.

Monti unter Druck: Soll Neuauflage der Regierung Berlusconi verhindern

Monti reformiert das hoch verschuldete Italien, er versucht Dämme gegen die Angriffe der skeptischen Finanzmärkte zu bauen, und er will die drittgrößte Volkswirtschaft der Eurozone somit aus der Rezession bringen.

„Ich werde nie einen Wahlkampf gegen Monti führen“, so soll Berlusconi gesagt haben.

Also könnte der parteilose Professor Monti unter Druck geraten, auch nach den Parlamentswahlen weiterzumachen – um eine Neuauflage der Regierung Berlusconi zu verhindern.

Bislang winkt Monti ab. Immerhin ist der Reformberg jedoch so hoch, dass der Wirtschaftsprofessor kaum alles bis 2013 schaffen kann.

Entsetzen über mögliche Berlusconi-Rückkehr in Europa

Während die Gegner Berlusconis bereits in Brüssel und europäischen Hauptstädten entsetzte Reaktionen einholen (Tenor: Seine Rückkehr ist eine Gefahr, er wird alles ruinieren, was Monti macht), geht auch der „Cavaliere“ in ausländischen Medien in die Offensive, gibt Interviews – durchaus auch mit Deutschland-kritischen Akzenten.

Und er stellt sich auch schon wieder als internationalen Strippenzieher hin: Über den Syrien-Konflikt werde er mit seinem Freund Wladimir Putin sprechen.

55 Prozent der Italiener: Ende der Berlusconi-Ära höchst positiv

Das ist schon wieder der alte Silvio Berlusconi. Seine Partei könnte er zurückbenennen in „Forza Italia“. Unter dem Namen war er vor bald zwei Jahrzehnten erfolgreich aus der Wirtschaft in die Politik umgesattelt.

„Restylingaktion“, so nannte der Mailänder „Corriere della Sera“ die Wiederauferstehung.

Derweil meinen in einer Umfrage 55 Prozent der Italiener, das Ende der Berlusconi-Regierung 2011 sei das positivste Ereignis für Italien in 30 Jahren gewesen.

Auch parteiintern Widerstand

Auch in seiner Partei PdL (Volk der Freiheit) gibt es Widerstände gegen seinen Neuanfang. Nun macht er es spannend, erklärt sich nicht offiziell.

Er dementiert aber, den Plan wieder aufgegeben zu haben.

Wenn Berlusconi in diesen Wochen starke Europa-kritische Töne anschlägt, hat er nicht zuletzt die populistische Internet-Bewegung „Fünf Sterne“ des Komikers Beppe Grillo im Visier.

Dieser konnte einige beachtliche Wahlerfolge im Regionalen feiern und will jetzt zum Sturm auf das Parlament in Rom ansetzen.

Ungewissheit „nach Monti“ schafft Unruhe

Ob nun Berlusconi oder Grillo, diese schleichende Ungewissheit über die politische Zukunft „nach Monti“ schafft Unruhe.

Darauf könnte das unter dem Druck der Finanzmärkte leidende Italien gut verzichten.

Die Parteienpolitik hat das Land aber schon wieder fest im Griff.

Deshalb lässt Berlusconi den Drachen fliegen.

Und setzt darauf, dass auch sein Ruby-Prozess um Sex mit minderjährigen Callgirls und Amtsmissbrauch im Sand verläuft.

dpa

Zeitfresser

05.08.2012 07:29

Welch schöner Klavierspieler , aber er kann die Noten nicht !
Lass es einfach`sein Herr Berlusconi , du wirst sie eh nie der lernen!

tirolerbua1970

03.08.2012 22:20

ja berlusconi schafft es tatsächlich am schnellsten diesen schrottreifen karren an die wand zu fahren.somit besteht für uns die hoffnung mit neuem porsche und mannschaft voll durchzustarten richtung freistaat,natürlich ohne altlasten!!!

tirolerbua1970

03.08.2012 22:20

ja berlusconi schafft es tatsächlich am schnellsten diesen schrottreifen karren an die wand zu fahren.somit besteht für uns die hoffnung mit neuem porsche und mannschaft voll durchzustarten richtung freistaat,natürlich ohne altlasten!!!

dolomittenlux

03.08.2012 21:30

Psst, bitte Ruhe jetzt!!!

Wir singen, laa la laaaaaaaaaa…..

Fratelli d'Italia,
L'Italia s'è desta;
Dell'elmo di Scipio
S'è cinta la testa.
Dov'è la Vittoria?
Le porga la chioma;
Ché schiava di Roma
Iddio la creò.
Stringiamoci a coorte!
Siam pronti alla morte;
Italia chiamò,

Noi fummo da secoli
Calpesti, derisi,
Perché non siam popolo,
Perché siam divisi.
Raccolgaci un'unica
Bandiera, una speme;
Di fonderci insieme
Già l'ora suonò.
Stringiamoci a coorte!
Siam pronti alla morte;
Italia chiamò,

Uniamoci, amiamoci;
L'unione e l'amore
Rivelano ai popoli
Le vie del Signore.
Giuriamo far libero
Il suolo natio:
Uniti con Dio,
Chi vincer ci può?
Stringiamoci a coorte!
Siam pronti alla morte;
Italia chiamò,

Dall'Alpe a Sicilia,
Dovunque è Legnano;
Ogn'uom di Ferruccio
Ha il core e la mano;
I bimbi d'Italia
Si chiaman Balilla;
Il suon d'ogni squilla
I Vespri suonò.
Stringiamoci a coorte!
Siam pronti alla morte;
Italia chiamò,

Son giunchi che piegano
Le spade vendute;
Già l'Aquila d'Austria
Le penne ha perdute.
Il sangue d'Italia
E il sangue Polacco
Bevé col Cosacco,
Ma il cor le bruciò
Stringiamoci a coorte!
Siam pronti alla morte;
Italia chiamò

Pluto

03.08.2012 18:18

@stauner
nicht schlecht kann dir nur zustimmen!

Aber sollte Berlusconi wirklich wiedergewählt werden seh ich eine andere Möglichkeit!
Vielleicht gar nicht so schlecht wenn Pungapunga im Chigi einzieht dann ist es um diesen Staat sowieso geschehen!!
Keiner nimmt diesen Kasperl in Europa ernst...

Ich hoffe dann nur dass unsere Politiker oder wer auch immer kommen wird, ENDLICH gemeinsam an einem Strang ziehen und sich für Südtirol entscheiden!!

Diese Chance bietet sich geradezu an!!

kielratte

03.08.2012 14:10

@docholly: die Natur hat Zeit und wird uns ihre Rechnung sicher irgendwann präsentieren... aber mit der momentanen Kriese hat sie bestimmt nix zu tun ;-)

Was den Rest angeht, kann ich mich weitgehend stauner anschließen...

docholly

03.08.2012 14:03

Don´t worry....die Natur wird das hoffentlich regeln.....bevor es wieder so weit ist

kitty1

03.08.2012 12:25

Die Bevölkerung für alles zahlen lassen speziell uns weltbesten Autonomischen Südtiroler und die Reichen und sich selber schonen das können sie diese Kleptokraten. Da ist keiner besser weder Monti noch Berlusconi.