Die ärgsten Wogen der Koalitionskrise scheinen vorbei. Davon ist Lega-Chef Umberto Bossi überzeugt, der die Gefahr vorgezogener Neuwahlen vorerst als gebannt betrachtet.
„Wir werden auf jeden Fall die föderalistische Reform umsetzen“, meinte er.
Staatspräsident Giorgio Napolitano erneuerte unterdessen seinen Appell an die Parteien, auf Streit zu verzichten und sich auf die wirtschaftlichen Probleme des Landes zu konzentrieren.
„Italien braucht eine seriöse industrielle Entwicklungsstrategie im europäischen Rahmen. Die Arbeitslosigkeit ist die größte Sorge“, meinte Napolitano.
Oppositionschef Pierluigi Bersani erklärte, seine Demokratische Partei (PD) werde in den nächsten Tagen ein Paket mit Vorschlägen für einen Neubeginn des Landes vorlegen.
„Unter Berlusconi ist die Politik in Italien zu einer Kloake geworden“, schimpfte Bersani.