Die EU-Kommission sieht Griechenland bei den Verhandlungen über das zweite Rettungspaket schon in der Nachspielzeit.
„Wir arbeiten gegen die Zeit“, erklärte der Sprecher von EU-Währungskommissar Olli Rehn, Amadeu Altafaj-Tardio, am Donnerstag in Brüssel.
Vor der für 18 Uhr angesetzten Sitzung der Euro-Finanzminister sagte der Sprecher, es lägen nun neue Dinge auf dem Tisch. „Ob das genügt oder nicht, liegt bei der Eurogruppe, das zu beurteilen.“
Er wolle jedenfalls nicht über Einzelheiten diskutieren. Angesprochen darauf, ob beim offenbar letzten Knackpunkt unter den griechischen Parteien, der Einsparung bei Zusatzpensionen im Ausmaß von 300 Millionen Euro, noch Spielraum für Alternativen sei, sagte Altafaj-Tardio: „Es ist immer Raum für Flexibilität“ da.
Er könne aber nicht auf spezifische Punkte eingehen. Eine Fristverlängerung um 15 Tage für die Pensionsverhandlungen in Griechenland wollte Altafaj-Tardio nicht bestätigen.
Bei den weiterhin laufenden Verhandlungen über die Beteiligung des Privatsektors beim Schuldenschnitt für Griechenland erklärte der Rehn-Sprecher, vergangene Woche sei der Kommissar der Meinung gewesen, dass eine Vereinbarung in Reichweite sei.
„Unglücklicherweise haben wir keine Kristallkugel.“ Es liege an den griechischen Behörden, mit den Privatgläubigern zu reden. „Wir können nicht in diese Gespräche intervenieren.“
Die Troika von IWF, Kommission und EZB habe ihren Job gemacht. Ihren Bericht werde sie den Euro-Finanzministern vorliegen. Jedenfalls werde die Eurogruppe heute Bilanz über die Situation ziehen.