Frauen können sich für Jobs in US-Kampfeinheiten bewerben
In der US-Armee können sich Soldatinnen künftig für deutlich mehr Posten auch in kämpfenden Einheiten bewerben.
In einer neuen Richtlinie, die das US-Verteidigungsministerium am Donnerstag (Ortszeit) vorlegte, bleibt das Verbot für Frauen in Kampfeinsätzen aber offiziell weiterbestehen.
Den US-Soldatinnen stehen demnach künftig 14.000 neue Stellen offen. Sie sollen etwa nicht mehr nur in Brigaden, sondern auch in den kleineren Bataillonen dienen dürfen – und damit häufiger an der Front. Außerdem dürfen sie als
Panzermechanikerinnen oder an Raketenwerfern arbeiten. Rund 238.000 Stellen bei der US-Armee bleiben nach Angaben aus dem Pentagon jedoch auch künftig Männern vorbehalten: Der Einsatz in Infanterie-, Panzer- und Spezialeinheiten bleibt Soldatinnen weiterhin untersagt.
Denn im Prinzip will die US-Armee Frauen nicht in den Kampf schicken, auch wenn das in der Praxis längst passiert: Seit 2001 waren nach offiziellen Angaben rund 280.000 Soldatinnen im Irak und in Afghanistan im Einsatz.
Das waren zwölf Prozent aller dort stationierten US-Truppen. 144 Soldatinnen kamen in beiden Ländern ums Leben – 79 von ihnen in Kampfeinsätzen.