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Artikel vom Donnerstag, 7. März 2013

Gauck hält engagierte Debatte über Sexismus für notwendig

Der deutsche Bundespräsident Gauck reagiert auf Kritik: Junge Frauen warfen ihm vor, falsche Signale in der Sexismus-Debatte gegeben zu haben. Deshalb klärt er seine Position. Rechtzeitig zum Weltfrauentag.

Foto: APA/EPA

Bundespräsident Joachim Gauck hält eine Debatte über Sexismus in der Gesellschaft für notwendig.

Bei der Verleihung des Verdienstordens an 33 Bürgerinnen zum Weltfrauentag am 8. März sagte er: „Auch in unserer Gesellschaft, die uns allen so entwickelt und reif erscheint, gibt es noch Benachteiligung, auch Diskriminierung und alltäglichen Sexismus.“

Darüber sollte von Frauen und Männern gleichermaßen eine engagierte Debatte geführt werden. Damit könnten Missstände benannt und aufgedeckt werden, sagte Gauck am Donnerstag.

Der Bundespräsident war zuletzt wegen einer Äußerung zur Sexismus-Debatte in die Kritik geraten. In einem „Spiegel“-Interview war er gefragt worden, ob er den Umgang mit FDP-Fraktionschef Rainer Brüderle wegen dessen als sexistisch bewerteten Äußerungen unfair gefunden habe.

Darauf sagte er: „Wenn so ein Tugendfuror herrscht, bin ich weniger moralisch, als man es von mir als ehemaligem Pfarrer vielleicht erwarten würde.“

dpa