Werbung - Redaktion - Mittwoch, 23. Mai 2012
09. Februar 2012
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Politik

Griechenland: Ohne neue Finanzhilfen „großer Knall“

Nach dem weitgehenden Abschluss der Verhandlungen über weitere Sparmaßnahmen in Griechenland baut die Regierung des Landes auf eine rasche Billigung der geplanten neuen Finanzhilfen.

Er hoffe, dass die Eurogruppe „hinsichtlich des neuen Hilfsplans eine positive Entscheidung“ treffe, sagte Finanzminister Evangelos Venizelos am Donnerstag vor seiner Abreise zu einem für den Abend geplanten Finanzministertreffen der Eurozone in Brüssel. Zugleich räumte er ein, dass noch einige Probleme zu lösen seien.

Regierungschef Lucas Papademos und die Spitzen seiner Regierungskoalition hatten am Mittwochabend keine abschließende Einigung über neue Sparmaßnahmen erzielt. Strittig sind laut Regierungskreisen geplante Pensionskürzungen.

Die Sparmaßnahmen sind eine Voraussetzung für neue Finanzhilfen von Europäischer Union und Internationalem Währungsfonds im Umfang von mindestens 130 Mrd. Euro.

Zudem laufen Verhandlungen mit den Privatgläubigern Griechenlands über einen Schuldenschnitt, der das Land um rund 100 Mrd. Euro entlasten soll.

Griechenlands Wirtschaftsminister Michalis Chrysochoidis hat die politische Klasse seines Landes vor einem großen Knall gewarnt, sollte sie grundlegende Strukturreformen weiter verschleppen.

„Solange die Politik nicht in der Lage ist, Maßnahmen zur Veränderung des Landes zu ergreifen und ein neues Griechenland zu schaffen, werden wir weiter gezwungen sein, Löhne und Pensionen zu kürzen“, sagte der Minister in einem Interview der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ (Donnerstagausgabe).

„Das wird irgendwann zu einem großen Knall in der Gesellschaft führen.“ So sei der soziale Frieden in Griechenland ernsthaft in Gefahr, wenn die Regierung die Einkommen weiter kürze. Dann drohe das Land nämlich von einer Rezession in eine Depression zu gleiten.

apa/afp/reuters




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