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Artikel vom 29. Juli 2012
Hazare und mehrere Mitstreiter wollen mit dem Hungerstreik Druck auf die Regierung zur Verschärfung des Anti-Korruptions-Gesetzes ausüben. Außerdem fordern sie, dass Sonderermittler die Bestechungsvorwürfe gegen 15 Regierungsmitglieder, darunter Ministerpräsident Manmohan Singh, prüfen.
Hazare kündigte am Sonntag bei der Kundgebung im Zentrum der Hauptstadt Neu-Delhi an, bis zum Tod zu fasten. Er sei aber zuversichtlich, dass seine Landsleute ihn nicht sterben lassen würden, sagte der 75-Jährige. Der frühere Lastwagenfahrer Hazare hatte es im August 2011 zu landesweiter Berühmtheit gebracht, als er mit einem zwölftägigen Hungerstreik Millionen Inder mobilisierte. Das Parlament war damals einigen seiner Forderungen nachgekommen.
Auch wenn am Sonntag 4.000 Menschen Hazares Rede verfolgten, hat Medienberichten zufolge die Begeisterung für die Kampagne inzwischen merklich nachgelassen. Mehrere Zeitungen warfen Hazare und seiner Bewegung Anmaßung vor, wenn sie vom Parlament erwarteten, dass ihre Vorstellungen exakt umgesetzt würden.
„Sie können das Parlament nicht erpressen“, schrieb die „Times of India“. Der Einsatz von Hungerstreiks als Druckmittel gegen die Regierung widerspreche dem Geist der Demokratie und komme politischer Erpressung gleich.
apa/afp
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