Eine Allparteienregierung kann sich offenbar Innsbrucks Bürgermeisterin Christine Oppitz-Plörer (Für Innsbruck, FI) nach der Gemeinderatswahl in der Nordtiroler Landeshauptstadt am 15. April 2012 vorstellen.
Es sei „durchaus möglich“, dass alle im Gemeinderat vertretenen Fraktionen „Ressortverantwortung übernehmen“, meinte sie am Donnerstag bei einer Pressekonferenz in Innsbruck.
Premiere: Bürgermeisterdirektwahl
Derzeit befindet sich die Bürgermeisterliste in einer Koalition mit SPÖ und ÖVP. Neben der Wahl des Gemeinderates wird es heuer zum ersten Mal eine Bürgermeisterdirektwahl in Innsbruck geben.
Als Wahlziel gab Oppitz-Plörer an, mit ihrer Liste „Für Innsbruck“ als „eindeutig stärkste Fraktion“ aus der Wahl hervorzugehen. Zu einer Aussage über eine mögliche persönliche Schmerzgrenze wollte sich die Bürgermeisterin nicht hinreißen lassen.
Schärfste Konkurrenz aus dem FPÖ-Lager
Das Erreichen der erforderlichen Mehrheit in der Bürgermeisterdirektwahl bereits im ersten Wahlgang und damit das Wegfallen einer möglichen Stichwahl bezeichnete Oppitz-Plörer etwas vorsichtiger als ihr „Wunschziel“.
Als ihren schärfsten Konkurrenten in der Direktwahl sieht sie den früheren FPÖ-Politiker und Stadtrat Rudi Federspiel. Dieser war bei der Wahl 2006 mit einer eigenen Liste angetreten und konnte 9,4 Prozent der Wählerstimmen für sich verbuchen.
„Bilanz kann sich sehen lassen“
Die Bilanz der von ihr geführten Stadtregierung könne sich jedenfalls sehen lassen, sagte Oppitz-Plörer, die im März 2010 der inzwischen verstorbenen Altbürgermeisterin Hilde Zach nachfolgte.
Innsbruck gehöre laut Umfragen zu den lebenswertesten Städten Europas und könne auf „gesunde Finanzen“ aufbauen.
Bei den Gemeinderatswahlen im Jahr 2006 kam „Für Innsbruck“ auf 26,8 Prozent oder elf Mandate. Auf die Stadt-ÖVP entfielen 14,6 Prozent oder sechs Mandate. Der VP-Seniorenbund eroberte einen Sitz im Gemeinderat. Rudi Federspiel konnte mit 9,4 Prozent der Wählerstimmen vier Mandate für sich verbuchen.
Die SPÖ nahm mit 19,7 Prozent und acht Mandaten den zweiten Platz ein. Die Grünen kamen auf 18,5 Prozent und ebenfalls acht Mandate. Die FPÖ erreichte mit 5 Prozent zwei Sitze.
apa
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